Jun
10

Eigentlich bin ich allem gegenüber misstrauisch, das nur Arbeit ist und einen Menschen nicht erfüllt. Gefühle sind ein Indikator für “Richtigkeit”, komplexe Entscheidungen daher bei der Intuition besser aufgehoben. Gefühle wissen mehr um die Gesamtzusammenhänge, als ein Verstand erfassen kann, und sind die natürliche Sprache des menschlichen Gehirns. Vernunft hat für mich daher auch nichts damit zu tun, “Pflichten” zu absolvieren nur noch aus dem Grund, weil sie sachzwingend sind, sondern damit, Gefühle und Ratio in Einklang gebracht zu haben. Was herauskam, nachdem persönliche Befindlichkeiten zunehmend aus Entscheidungen verdrängt wurden, sehen wir ja. Umwelt kaputt, Massenschlachtungen, Brutalitäten an die wir uns gewöhnt haben, Klima gefährdet, Ungerechtigkeiten, Kluften… You only get out (values) what you input!

Wohlstand beschreibt einen Status des Wohls, Wohlbefinden also. Wohlbefinden ist ein Gefühl das Insuffizienz keinen Raum lässt. Eine Lebenseinstellung die danach strebt, von etwas immer mehr zu bekommen, egal wie viel schon da ist – es ist eben alles relativ – ist niemals frei von gefühlten Defiziten. So ist auch Wohlstand auf materiellem Weg nie erreichbar, egal wie reich einer schon ist.

Glück ist der wahre Erfolg. Alles andere ist nur Symbolik, nicht der eigentliche Wert um den es geht. Darauf sind wir in der Geschichte leider immer wieder reingefallen. Das, was für einen Wert steht ist NICHT der Wert, sondern nur eine Variable, die für den Wert steht, der gelebt werden will.

Mai
04

Ein Verstand kann nur so gesund sein wie der emotionale Unterbau es zulässt. Um die Komplexität des Denkens zu vervielfachen, bedarf es eigentlich nur weniger neuer Werte. Die Grundwerte die unser Denken lenken kommen aus dem Triebsystem, und je nachdem wie intensiv die emotionale-soziale Verarbeitung ist, wird vom Bewertungssystem stärker differenziert oder weniger, machen wir uns Entscheidungen leicht, oder grübeln lange darüber nach. (Mit)Gefühl und soziales Gewissen sind die Pufferzone zwischen Reiz und Triebhandlung, und die wurde zurückentwickelt, weil Geld anstelle der Soziologie trat, die ebenfalls die Erfüllung aller Triebe gewährleistete, und einen weit höheren Anspruch an das Individuum stellt als sich seinen Vorteil einfach nur auszurechnen. Wir können eigentlich gar nicht mehr wissen, was das ist, ein “gesunder Menschenverstand”. Diejenigen die wir dazu befragen müssten, werden von uns allenfalls belächelt, weil das Streben nach Besitz und Herrschaft ihnen fern liegt.

Unser Verstand (dessen Datendurchsatz ja immer noch gleich klein ist, nämlich etwa 50 Bit / Sekunde) geht so vor: Er verknüpft einen Wert mit einem Symbol, und die weitere Entwicklung befasst sich nur noch mit dem Symbol und dessen Abstraktionen, aus denen wiederum neue Abstraktionen abgeleitet werden und so fort. So verloren wir die Bezüge zu den eigentlichen Werten, den Boden unter den Füßen. Vernunft hätte dies (vielleicht) verhindert, doch Vernunft bedarf einer hohen Wertebandbreite, damit sie überhaupt die “Mitte” trifft.

Das Geldsystem ist des Menschen Kind, etwas, das aus menschlichen Beweggründen hervorging, und diese abbildet, bzw. verstärkt. Die ersten Werkzeuge waren bereits Triebverstärker, wohingegen der Geldtrieb alle Triebe zusammenfasst, nicht zustätzlich zum, sondern anstelle des Sozialtriebes trat, der war ja “unprofessionell” und wurde in den Bereich “privat” und “Freizeit” verdrängt, wo er seinen Zweck, nämlich uns nachhaltig zu bevorteilen, aber nicht mehr erfüllen kann. Es geht in der Wirtschaft nur um Dinge die Triebe erfüllen. Etwas darüber hinaus ist kein Wirtschaftsfaktor mehr, sondern eher das Gegenteil, denn Mitgefühl und soziales Gewissen sind Hemmfaktoren.

Triebe sind allerdings auf Grund der platzsparenden Instinktmuster denen sie gehorchen, ziemlich einfältig, weil sie nur vage differenzieren können. Beim Geldsystem hingegen geht es darum so viel wie möglich davon zu bekommen und so wenig wie möglich davon wegzugeben. Nennt sich “Gewinnmaximierung”, “Rationalisierung”, “Optimierung” oder “Konsolidierung”, führt aber auf Grund der extremen Reduktion der jeweiligen Betrachtung mit zunehmendem Aktionspotential immer schneller zum Exzess (wie bei einem betriebsblinden neuronalen Netz).

Die neue Aufklärung die uns bevorsteht, wird ziemlich ernüchternd werden, bevor wir die Chancen erkennen, die in unserer Funktionalität stecken, unserer herausragenden Fähigkeit emotional zu differenzieren mit Hilfe von Mitgefühl und sozialem Gewissen, sofern wir es denn anwenden. Das Leben (er)fordert den ganzen Menschen. Das Geldsystem hingegen nur einen geringen Teil. Wie soll das reichen, unserer und der Komplexität unserer Lebensumgebung zu entsprechen? – Die Rechnung kann gar nicht aufgehen, und das wird sie auch nicht.

Geld müsste eigentlich wie ein Peer-to-Peer-Netzwerk funktionieren, ohne Verpuffer von Potentialen, die keine Leistung erbringen. Und auf Pump zu leben sollten wir ganz schnell wieder vergessen. Die Erde nimmt keine Zinsen. Was zu viel entnommen wird, regeneriert sich schlicht nicht mehr. Was Geld niemals sein kann: ein Ziel. Denn dann ist bereits alles andere Nebensache, wie beispielsweise die Qualität dessen, was man anbietet. Schaden oder Nutzen werden im Vorfeld bereits in Geldsummen definiert und nicht darin gesehen, was man für Geld anrichtet oder Neues schafft. Darauf aber kommt es letzten Endes an.

Wir verbrauchen so viel weil es da ist (um die Wirtschaft zu füttern), nicht weil wir es benötigen. Wäre weniger da, würden wir weniger verbrauchen, und nicht einen Deut mehr vermissen als jetzt. Im Gegenteil, was wir sehr bald vermissen werden ist all das, was wir unwiederbringlich vernichtet haben, um es zu „verkaufen“.

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Feb
13

Ist legal gleichbedeutend mit richtig, und illegal gleichbedeutend mit falsch? Und wenn es so ist, wie konnte es, wenn legal richtig ist, auf dieser Basis zu einer Finanzkrise kommen?

Mit herkömmlichen Mitteln sind die Probleme nicht zu lösen, sie haben sie verursacht. Sie noch konsequenter zu verfolgen ist, wie wenn man weiter geradeaus in einer engen, dunklen Höhle herumtappst, deren Wände einen mit jedem Schritt noch mehr Spielraum wegnehmen. Am Ende vom Tunnel bleibt es hingegen dunkel.

Obwohl eigentlich Vernunft gemeint ist heißt es stattdessen gerne, man habe den Verstand verloren. Als wäre er die Quelle unserer Motivation. Woher sollte er das sein, wenn es doch immer noch um dasselbe geht, wie seit Anbeginn des Lebens? Der Verstand ist ein Erfüllungswerkzeug und Höhlenforscher, ein partieller Schnittmusterabgänger, der wohl eine Linie zu einer Zeit sehr scharf sieht, und in der Lage ist, sie in jedes seiner Pixel zu zerlegen, worauf er dann vorläufige Schlüsse zieht, von denen sich bisher die meisten als falsch erwiesen. Die wir heute für richtig halten, von denen wissen wir es auch nicht sicher. Denn der Verstand sieht nicht, was für Kleidungsstücke aus dem Schnittmuster hervorgehen werden, er weiß nichts über Freude an Vielfalt, Schönheit von Farben und Variationen über das Naheliegende hinaus. Das weiß nur die Vorstellungskraft, die Fantasie, zusammengesetzt aus allem, was uns je berührte. Da sie darauf zunehmend verzichten musste(?) ist unsere “moderne” Gesellschaft auch so desillusioniert. Nicht etwa, dass sich etwas an unserer komplexen, faszinierenden Zusammensetzung geändert hätte – nein, wir SEHEN sie nur anders, simplifiziert. Und das ist bedauerlich, weil es sehr wohl eine Methodik gibt, mit Komplexität umzugehen, auch unserer eigenen. Das jedoch geht gerne zulasten der Schärfe. Die Kombination von beidem würde es ausmachen. Nur wenige Menschen nutzen sie.

Manchmal zieht man einen haarscharfen Schluss, und es ist genau das Gegenteil zutreffend, wenn man schärfer schließt. Also eigentlich müssten wir alles, was wir als “gegeben” betrachten, immer wieder hinterfragen – statt es über die Schmerzgrenzen hinaus zu degenerieren. Es ist nicht einfach dieses Anliegen zu vermitteln, vielleicht sogar deswegen, weil man keine Meinung übertragen will, sondern den Leser davon überzeugen, dass er selbst eine hat – und sich dabei nicht darauf beschränkt, welchem Experten, Anbieter oder Medium er traut. Intelligenz ist die selbstgelenkte Nutzung von Verarbeitungskapazitäten! Im Zeitalter der massenhaften Massenkopierfehler ist es gesünder, der Manipulation die diese Entwicklung stützt, etwas entgegenzusetzen zu haben – einen gut geschulten, informierten und starken Willen, der sich weigert, für Fehler gleich doppelt oder dreifach zu bezahlen – nicht nur, indem er sie honoriert, sondern auch, indem er Folgewirkungen an seiner und der Gesundheit der Umgebung, sowie finanzielle Schadwirkungen als Steuerzahler später ausbügeln muss. War es wirklich eine gute Idee, die Welt für käuflich zu erklären? – Und warum dürfen sich die einen so viel davon herausnehmen, und andere nicht mal so viel dass sie überleben können?

Ich finde dafür wohl eine Erklärung, aber keine vernünftige. Mit dem Verständnis der Funktionsweise menschlicher Informationsverarbeitung veränderten sich nicht nur meine Schwerpunkte, es veränderte sich alles. War es früher Technologie, liegt mein Fokus heute in der Art und Weise wie die Ausrichtung der Elemente (Orientierung > Triebe, Fühlen, Denken) eines Systems dessen Oberfläche formt, also das, was wir abbilden. Individuell und global, als Menschheit, als System, als Organisationsstruktur. Letztere ist es, die mich zutiefst besorgt. Ich sehe darin keine Zukunftstauglichkeit, und habe außerdem Zweifel daran, dass auf Basis so ausgeprägter Hierarchien (Verstand!) globale Intelligenz abbildbar und lebbar ist. Vor ein paar Wochen las ich einen Beitrag (bei Heise) über außerirdisches Leben, bei dem der Autor wie selbstverständlich davon ausging, dass es die Menschheit in 100.000 Jahren nicht mehr geben wird. Evolutionär betrachtet sind 100.000 Jahre keine gravierende Zeitspanne, wenn nicht grade eine gewaltige Natur- oder kosmische Katastrophe die Ausgangsbedingungen auf den Kopf stellt. – Oder wir selbst. Damit verdammen wir uns selbst dazu, zu seufzen, “wie schnell doch die (unsere) Zeit vergeht”…

Wenn das, was ich jemandem “verkaufe” seine Lebensumgebung schädigt, wie gut kann ich es dann mit demwem meinen? Und die Wahrheit über mein Produkt kann ich ihm dann ja wohl auch nicht erzählen. Also lüge ich Werbung? – Kein Wunder, dass das Misstrauen zunimmt. Dem Bewusstsein mag vieles entgehen, dem Gehirn aber nicht, und es kommuniziert seine Ergebnisse in Form komplexer Mischeindrücke, die weit bessere Chancen haben, der Wirklichkeit nahe zu kommen wie der Verstand. Wenn es um Komplexität geht, ist unsere Intuition dem Verstand überlegen. Ihr nicht zu trauen weil sie (nicht zuletzt auf Grund ihrer Datendichte) nicht verbalisierbar ist, führt dazu, dass letztlich keine getroffene Entscheidung mehr die eigene ist.

Die Open-Bewegung lebt es uns vor: Es gibt für das, wofür man bezahlen muss, immer auch kostenlose Alternativen. Wenn das nur geht, wenn ein Mensch adäquat fühlt, dann muss er eben entsprechend fühlen lernen, und das dann ein Qualifikationskriterium dafür sein, welche Position er ausfüllt, so dass der Wirkungsradius dem Verantwortungsbewusstsein nicht mehr davonläuft. Zielstrebigkeit ist nur dann erwünscht, wenn es um die richtigen Ziele geht. In wie weit sie dann erreicht wurden, ist eine Frage des Befindens aller. Auch hierbei geht es um Informationsverarbeitung. Daher ist es mein Anliegen, Gefühle kognitiv nachvollziehbar zu machen, da emotionales Denken nach wie vor in dem Ruf steht, irrational zu sein. Gefühle sind nicht irrational, die Symbole mit denen wir sie verknüfen allenfalls, z.B. wenn sie zur Bedrohung für unseren Lebensraum werden. Die Wahrheit ist, dass unsere Gefühle IMMER das Fundament unseres Denkens bilden. Was uns emotional nicht tangiert, bewegt auch nicht unser Denken. Unsere emotionale Bewertung, nicht Fakten, sind bestimmend dafür, wie wir mit allem was uns umgibt und uns selbst umgehen, ja auch dafür, ob wir bereit zu vernünftigem Handeln sind. Davon hängt schließlich ab, ob wir eine Zukunft haben, wie die Menschen darin leben, und wie frei sie sich entfalten werden.

Alleine durch das was wir mittlerweile über Evolution wissen, müsste viel klarer geworden sein, was wir falsch machen. Dann kann es keinen verünftigen Grund mehr geben, die erkannten Fehler zu berichtigen. Ich bin erschüttert von der Anzahl der Menschen die sich als “rational” oder “realistisch” deklarieren als Ausrede dafür, das entweder ganz zu ignorieren oder für zwingend betrachtet wissen zu wollen. Damit die leidvolle Extremsituation die was verändert nicht eintreten muss, muss ein adäquater Eindruck in unserer Vorstellung entstehen, und die Bereitschaft dazu kann nur jeder für sich selbst herstellen. Nur andere Werte führen zu einem anderen Rechenergebnis. Ob die Werte von außen aufgezwungen sein müssen oder präventiv von innen kommen, ist die einzige Entscheidungsfreiheit, die wir haben.

Unsere Geschichte hat uns oft genug vor Augen geführt, dass uns Wissen nicht davor bewahrt, Dummheiten zu begehen. Es erhöht lediglich die Wirkkraft. Wissen und Technologie werden nicht reichen. Im Gegenteil, je mehr wir davon haben, umso gefährdeter werden wir sein. Was wir in die Welt setzen entstand – wie wir – evolutionär, und verhält sich auch wie etwas Evolutionäres. Es (wird) entickelt [sich]. Es kann uns verändern, es kann uns verdrängen, es kann uns vernichten, wenn seine Wirkkraft auf die Umgebung (uns inklusive) zu stark wird.

Sep
16

Der Mensch begehrt was er sieht überwiegend weil er es sieht, nicht, weil er es zum Überleben braucht. Ein paar Konsumbewusste reichen daher nicht, um was zu ändern, wohl aber dafür, Änderungen anzustoßen.

Denn sie melden damit einen Bedarf an, an dem jemand der ihn frühzeitig erkennt, *Gewinne* machen will. Es würde viel mehr bringen, wenn wir die destruktiven Dinge nicht ständig vor der Nase hätten, noch dazu angepriesen als wären sie eine Bereicherung, als würden sie uns guttun, als würde kein Schaden daraus entstehen, als wäre alles in bester Ordnung. Kein Lebewesen lässt sich auf etwas ein, das es als *Verzicht* empfindet. Dass es überhaupt so krass geworden ist, liegt an der verzerrten Darstellung durch die Werbeindustrie. Die Rechnung geht biochemisch nicht auf. Falsche Daten, falsche Schlüsse, falsche Entscheidungen. Irrtümer haben negative Konsequenzen, daher auch der Begriff *IRR*tum.

Ein Lohas wäre kein konsumbewusster Mensch, würde er sein Verhalten nicht als eine Steigerung seiner Lebensqualität empfinden. Da muss einer erst mal hin gelangen, sprich Prozesse in seinem Gehirn müssen stattfinden, die seine biochemische Disposition, seine Haltung, seine Einstellung, verändern. Sowas erfordert die pro-aktive Beteiligung des Individuums. Von einer Chips essenden Bier beduselten Couchkartoffel dürfen wir das nicht erwarten. In seinem Leben müsste was Einschneidendes passieren, das ihn aus der Kluft seiner Verhaltensparadigmen hinaus katapultiert. Er resignierte bereits.

Von einem großen Teil der Menschen muss man ausgehen, dass sie ihr Verhalten nicht grundlegend durchdenken, es sei denn, sie erleben deutliche Einbußen. Und selbst dann wird zwar gejammert, sich aber oft genug doch damit arrangiert. “Was haben Sie für ein Menschenbild?” wurde ich mal gefragt, und schämte mich fast schon ein bisschen. Doch wenn ich mir ansehe, was mit dieser Welt passiert, dann muss ich die Frage zurückgeben. Sich mit Tropenhölzern, die Jahrhunderte überdauerten, den Hintern abzuwischen und von Natur aus erneuerbare Bestände systematisch und unwiederbringlich zu vernichten ist der Gipfel der Degeneration. Sowas ging in der Evolution noch nie gut.

Du würdest ja auch nicht all Dein Heizmaterial an einem Tag in einem überdimensionierten Feuerwerk verpuffen, sondern zusehen, dass es den ganzen Winter lang reicht. So lange Dein Heizmaterial nachwächst, kannst Du es jeden Winter lang warm haben. Ist alles weg, ist nichts mehr da, das Dir im Winter Wärme spendet, und wenn Dir der Erfrierungstod droht, ziehst Du vielleicht in den Krieg, um jemandem sein Heizmaterial wegzunehmen, der sparsamer damit umgegangen ist. Damit bestrafst Du dann den, der klüger war als Du. Da Du es schon gewohnt bist, überdimensionierte Feuer zu entzünden, wird Dich sein Vorrat auch nicht lange wärmen, Du brauchst dann bald wieder ein neues Opfer.

Vielleicht haben wir die menschliche Vernunft auf diese Weise ausgerottet, da diejenigen, die mit dem was sie hatten nicht auskamen oder damit nicht zufrieden waren, gegen jene in den Krieg zogen, die ressourcenbewusster waren. Die Ressourcenverschwender setzten sich mit ihrer Rücksichtslosigkeit gegen die anderen durch. Die Überlegenheit wird aber nur von kurzer Dauer sein. Der Planet Erde ist zu klein für die durch steigendes Aktionspotential ins Unermessliche wirkende menschliche Gier, die im Gegensatz zur Vernunft nicht an die Zukunft denkt.

Aug
18

Eine neue die eine alte *Wahrheit* ersetzte, war immer schon schmerzhaft, daran hat sich nichts geändert. Mit Demut und Hingabe wäre es viel leichter, da wurde bereits losgelassen und der Mensch ist befreit und vollkommen offen für was immer sich ihm noch zeigen wird. Was wir für wahr halten, ist außerdem genau genommen irrelevant. Was wir daraus machen, darauf kommt es an.

Es stimmt mich nachdenklich, zu beobachten, wie sich Millionen Ahnungsloser Territorialmarken Dritter ins Gehirn implementieren lassen, ohne deren Motive zu hinterfragen. Sie vermuten darin Orientierung, wo sie selbst keine mehr haben und werden gezielt zum *Nutzen* der Anbieter *angeleitet*. Einem Menschen mit einem selbstbestimmten Willen würde das nicht so leicht passieren. Diejenigen, die über das Lineare hinausdenken haben jedoch ein massives Kommunikationsproblem (Wie vermittle ich mehrdimensionale Zusammenhänge linear? – Eine der spannendsten Herausforderungen unserer Zeit!).

Ist unser Verhalten intelligent?

Der Mensch hält sich für intelligent (und potentiell trifft das wohl auch zu, in erster Linie passt er sich aber den gerade aktuellen Umgebungsbedingungen an, im Urvertrauen, diese nicht hinterfragen zu müssen). Gemessen am Ergebnis (Verpuffung von Potentialen gegen- statt sie miteinander zu kanalisieren, Kriege, Armut, Hunger, systematische Zerstörung von einst unerschöpflichen Beständen) kann diese Intelligenz nicht besonders wirksam sein. Man müsste in der Wirkung ihres Tuns Vernunft entdecken, doch hat der Mensch diesem Planeten in erster Linie seine primären Triebmuster überdimensioniert auf die Oberfläche geklatscht. Künstliche Kreationen potenzieren das Triebpotential ihrer Anwender.

Die echten Werte haben ein Problem, sich durchzusetzen. Sie sind nämlich unbezahlbar, also nicht bezifferbar, und daher nicht mehr als erstrebenswert (an)erkannt. Eine simple frühkindliche Verschiebung von Verknüpfungen auf Werteebene, und schon bekommen wir ein völlig andere Oberfläche…

Zusehen – und staunen… es ist faszininerend.

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