Aug
19

In jeder Einzelentscheidung liegt die Verantwortung nicht nur in deren Umsetzung, sondern auch in allen damit verbundenen Aspekten (Nebenwirkungen). Dass der Mensch Aspekte heute linear und isoliert betrachtet löst sie weder aus ihrer Verankerung noch verhindert es, dass ein durch lineare Wirksamkeit ausgelöster progressiv dynamischer Prozess alles andere ebenso mitreißt, und nicht nur das bewegt, was er soll.

In gewisser Weise besteht der Verdacht, dass der Mensch seine Gehirnpotentiale nicht vollumfänglich nutzt, zurecht. Doch er hat nicht etwa zu viel Hirn bekommen, sondern nur aufgehört, seine Kapazitäten vollumfänglich einzubeziehen. Erschwerend hinzu kam die Anpassung an Geld [linear] statt an die Lebensumgebung [mehrdimensional, vielschichtig]. Der musste er mit bloßen Händen und nacktem Körper Millionen von Jahren entsprechen können. Der Sozialtrieb ermöglichte es ihm, Potentiale (unterschiedlicher Gehirntypen) zusammenzuführen und über eine auf die eigene Sichtweise reduzierte Vorstellungswelt hinauszuwachsen. Nicht nur das Fühlen wurde differenzierter, sondern auch der Ausdruck, die Verständigung und schließlich das Vererben postnatal angeeigneter Information, die so lange es mündliche Überlieferungen gab, noch veränderlichen Gegebenheiten angepasst werden konnte.

Wörter können wohl nur etwa fünf Prozent des Denkens benennen. Dem was sie nicht wussten, dafür aber fühlten, entsprachen unsere Vorfahren mit symbolstarker Sprache, Sinnbildern, Ritualen und viel emotionaler und sozialer Interaktion. Ich befürchte, was der Mensch mittlerweile nur noch berücksichtigt ist unzureichend, gehe sogar so weit zu behaupten, dass er der so genannten *Rationalität* die Hierarchien verdankt, die sich heute global abbilden und die große Kluften zwischen die Menschen und Völker dieser Erde schlugen. Jedes Mehr an Aktionspotential wird es unter den gegenwärtigen Bedingungen noch schlimmer machen. Da alle Aspekte miteinander in Verbindung stehen, kann der Mensch nichts ändern, ohne dass dies weitere Veränderungen nach sich zieht. Und da er bereits massiv eingegriffen hat, veränderte (ihn) das auch massiv.

Werte kann man grob unterteilen in die A) direkt mit individuellen Trieben verknüpften Grundwerte. Nur diese kann das derzeitige Wirtschaftsmodell erfüllen, im Rahmen des Bezifferbaren. Der wesentlich komplexere, differenzierende Sozialtrieb tritt damit außer Kraft- Er aber war es einst, der die Erfüllung aller Triebe und menschlicher Bedürfnisse im Mit- und Füreinander gewährleistete. Was den Menschen eigentlich ausmacht, sind die B) mehrdimensional differenzierenden Werte die vergleichsweise spät in der Evolution durch Soziologie und Empathie entstanden, bis hin zur Liebe und Erkennen, dass das Wohl des Anderen dieselbe Bedeutung hat wie das eigene. Erst an der Stelle kann sich menschliche klar von der rein biologischen Betrachtung unterscheiden. Denn von außen betrachtet, was nur ein Mensch fertig bringen kann, ist nicht mehr relevant durch welchen Menschen Zu- oder Abträglichkeit gemessen und abgebildet wird, sondern es zählt nur noch dass.

Das Wirtschaftssystem profitiert von der Symptombehandlung – durch undifferenzierte Insuffizienz gefühlte Lücken werden gefüllt, und je weniger (lang) die Befriedigung vorhält, umso mehr *Markt*Lücken gibt es zu füllen. Da die Innovationszyklen immer kürzer werden (sich damit jedoch auch einer fließenden Bewegung annähern), ein Teufelskreis dessen Wirkkraft progressiv dynamisch das gesamte System aus dem Gleichgewicht bringt. Fühligen Menschen die das nicht mehr ertragen und reklamieren, wird vorgeworfen, dass sie *nicht richtig* funktionieren, ohne überhaupt in Betracht zu ziehen, dass es vielleicht auch umgekehrt sein könnte. Dass die Probleme die wir heute haben entstehen werden, wusste man bereits in unserer Kindheit. Bei jeder Gelegenheit, in der ich mein Unverständnis über die Konsequenzenlosigkeit zum Ausdruck brachte musste ich mir anhören, dass *man* da nichts machen könne. Das war eine Lüge. *Man* kann nämlich schon – aber nur, wenn *man* will! – Das Gegenteil bekommen wir ja auch locker hin, und das nur mit dem, was wir zu wollen glauben, weil wir es in Ermangelung besseren Wissens unfällig als Ersatzsymbol mit dem verknüpften, was uns wirklich wichtig ist.

Mit der intensiven Mensch zu Mensch Vernetzung ging ein überlebensrelevanter Puffer zwischen Reiz und Triebhandlung verloren, und damit auch das Vergnügen im Zusammenhang mit der Arbeit, als Bestandteil der Erfüllung. Der Belohnungsanteil, die Lebendigkeit des Tuns beschränkte sich nicht auf die unmittelbare Handlung, sondern lag bereits auf dem Weg dahin, der die Beziehung zum Triebaspekt intensivierte, und den Erfüllungsgrad noch verstärkte, in der Vorstellung und dem Ergebnis. Da der Mensch nur noch Geldtaschen zückt um zu bekommen was er will, beschränkt sich auch seine Wertschätzung auf Geld, und er nimmt dafür in Kauf selbst Dinge zu tun, die er gar nicht will.

Die Herausforderung unserer Zeit ist herauszufinden, wie das geht, sich eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Ich sehe in der Werteorientierung einen Ansatz, also hinter die Symbolik zu blicken, die oft fälschlicherweise mit Werten verknüpft wird, die sie dann nicht erfüllt oder nur unter massiven Einbußen anderer essentieller Werte.

Doch das Verständnis von Kompexität breitet sich aus. Seine Wirkung ist, dass es die Perspektive des Denkens zurechtrückt, worauf sich Fühlen, Denken und folglich auch Entscheidungen an anderen – vor allen Dingen mehr – Parametern orientieren. Dieser Prozess ist auch nicht mehr umkehrbar, denn jeder, der ihn vollzieht, vermittelt den Anstoß dazu weiter. Mehr soll dieses Posting auch nicht sein. Ein Gedanken-Anstoß, mit dem Du bitte einfach nach Gutdünken verfährst.

Mrz
07

Es geht nicht darum menschenähnliche Funktionalität zu entwickeln sondern um intelligente Datenverarbeitung. Daraus werden wir die intelligenten Maschinen entwickeln, die sich dann menschenähnlich verhalten, in erster Linie aber, weil sie durch uns dann besser bedienbar sind. Das wird (zunächst) eher ein künstlicher Aufsatz sein und nicht Ergebnis maschineller Entwicklung.

Die intelligenten Datenverarbeitungseinheiten, die denen vorausgehen gleichen (theoretisch) Menschen, die in definierter Umgebung unter sehr spezifischen und einfachen Anforderungsmustern aufwachsen und sich daran entwickeln statt an ihrem naturellen/kultivierten/sozialen Umfeld. Diese wie auch die Computerprogramme der anbrechenden Zukunft sind nur in der Lage, sich in ihrem begrenzten Feld zu bewegen. Man kann ihnen keinen Roman in die Hand drücken und fragen, was sie davon halten.

Ich glaube, dass Alan Turing Schuld an der Misere hat, dass nicht anerkannt wird, wie intelligent unsere Maschinen bereits sind. Der Turing-Test legt vor, dass die Maschine mit ihren Antworten von Menschen nicht treffsicher zu unterscheiden ist, dann erst sei Künstliche Intelligenz gegeben. Das offenbart, wie wenig man zu der Zeit davon verstand. Intelligenz ist bereits in den kleinsten anpassungsfähigen Elementen gegeben. Das über die Zeit entwickelte Zusammenspiel blieb übrig, weil es in der Umgebung erfolgreich war. Das Gehirn wendet die Systematik von Analyse (Musterentsprechung) und Synthese (Mustervervollständigung) nur an und der Verstand abstrahiert und selektiert damit Zusammenhänge die signifikant waren, Kognition.

Die Regeln sind komprimierte Daten, so kann der Verstand beispielsweise beliebige Zahlen addieren ohne eine riesige Tabelle mitzuführen, indem er wenige Regeln auf Ziffernreihen anwendet. Während ein Tier die den Daten zugrundeliegenden Regeln erst prägen muss, können Menschen sie einander kurz und prägnant mitteilen. Sie den Umgebungsdaten zu entlesen ist bei ihnen genauso aufwändig wie im künstlichen Neuronalen Netz oder im Einsatz Genetischer Algolrithmen. Es erfordert Trainingszeit.

Herausgeschält aus dem Wust unklarer Zusammenhänge wie sie auch ohne Verstand gespeichert sind, erfüllen die Regeln die Kriterien von Fakten. Auf denen kann man isoliert aufbauen, sie abstrahieren und kombinieren, sie hinterfragen, prüfen und beweisen. Das ist mit dem Datenmatsch nicht so leicht möglich, der in unserem tierischen Hirn, sowie in unseren künstlichen neuronalen und genetischen Strukturen gegeben ist. Da ist Fuzzy Logik noch näher dran aber eben auf die Zusammenhänge reduziert, die definiert sind.

Erkenntnis kann nur aus Kenntnis hervorgehen, weshalb die intelligente Datenverarbeitung der nächsten Zukunft Ergebnisse aus einfachen Stellungen trainieren wird, die man ihr so klar und eindeutig wie möglich vorgibt. Da wird mit den mathematischen begonnen. Das ist für die Datenverarbeitung genau richtig.

Was menschlich ist, erfahren Menschen besser, denn sie wachsen unter Menschen auf und entwickeln sich an ihnen, sind selber welche. Dass der einzige intelligente Mechanismus auf diesem Planeten (den wir kennen) der Mensch ist, heißt nicht, dass alles Intelligente sein muss wie er. Das war ein falscher Umkehrschluss.

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Dez
22

Entwicklung ist ein Prozess, der auf dem Bestehenden aufbaut. Das hat grundlegende Bedeutung, wenn man die Funktionsweise von Menschen untersucht. Es kommen stets und nur Mechanismen zum Einsatz, die bereits vorliegen um auf eine neu erkannte Anforderung adaptiert zu werden. Was besteht, kann auch einer Beobachtung entlehnt sein. Das wird sich beim Lernen niederschlagen, der kognitiven Entwicklung. Solche Form ist vergleichbar mit dem Einbringen genetischen Codes durch ein Virus. Das hat es auch in der menschlichen Entwicklung gegeben. Das Bestehende, auf dem aufgebaut und das abstrahiert wurde, war dann der assimilierte Code des Virus”. Ob er erfolgreich zur Anwendung kommen konnte, stellte die Selektion fest. Beim Lernen hingegen greift man auf Erlebtes zurück, das bestand zum Zeitpunkt der Erfahrung (z.B. der Eltern) und konnte im Gehirn nur an die bestehende Kenntnisbasis anknüpfen und nur anwenden, was dort bereits vorlag.

Bezieht man diese Tatsachen ein, kann man im Rückschluss folgern, aus welchen Motivationen und Instrumenten sich menschliches Verhalten zusammensetzt. Es sind überwiegend tierische Gepflogenheiten. Indem das Folgende darauf aufbaut, sind die Mechanismen überall dort omnipräsent, wo es gelang sie nützlich einzusetzen. Schon im Sinne der Ressourcenschonung handelt es sich um dieselben. Je früher die Basis im Wesen entstand umso dominanter wirkt sie im daraus entwickelten — weil grundlegend.

Zurück zum Thema. Orientierung haben die Wesen aus denen wir hervorgingen erlernt, nachdem oder während sie Mobilität entwickelten, sich bewegen konnten. Davor waren sie dem ausgesetzt, was am Ort gegeben war. Die Entscheidung, sich überhaupt fortzubewegen ist ausreichend begründet, wenn es den örtlichen Gegebenheiten zu entweichen gilt. Anderswo sein zu wollen bedarf keiner Orientierung. Sich allerdings dorthin begeben zu können, entfaltet das Potential aufzusuchen, was erstrebenswert ist, Nährstoffquellen z.B. .

Gemessen an dem, was Menschen heute anstreben, war das noch leicht zu erkennen. Sinnesorgane erlaubten es, Umgebungsinformationen aufzunehmen. Das anfänglich profane Nervennetz führte die Eingangsreize direkt zu den Aktoren, die die Bewegung ausführten um zum Ziel zu gelangen. Fische und Reptilien funktionieren noch so, haben sich aber bis heute auch fortentwickelt. Sie verfügen wie wir über ein Zentrales Nervensystem, das die Reize sammelt, bevor die Reaktion ausgelöst wird. Darin werden beispielsweise einfache Berechnungen vorgenommen, die die eigene und die Bewegung des Zielobjekts berücksichtigen um es zu erreichen.

Basis für solche Aktion sind zwei sogenannte Vektoren, die sich an einem Punkt kreuzen, dem projektierten Zielpunkt. Fische und Echsen kreisen bzw. warten bis das Objekt in Greifnähe ist und vollziehen dann identische Bewegungsschemata aus einem Fundus um die Beute zu schlagen. Gewieftere Jäger wie die höheren Säugetiere sind in der Lage, ihr nachzueilen, die Hetzjagd wurde dabei entwickelt. Sie erfordert es, die Bewegung immer neu am komplexen Verhalten des Zielobjekts zu orientieren. Um das zu können, gingen sie durch eine Entwicklungsstufe, in der sie die Technik erlernten, als sie soetwas wie Ratten waren. So wie wir auch.

Während der Wurmfisch der wir mal waren noch jagte wie Mäuse es später fallweise tun, liegt das Potential von Ratten im gemeinsamen Vorgehen, sie jagen aber nicht mehr. Die Stärksten sind die Schnellsten, sie laufen vor, der Rest folgt ihnen. Da in der Horde kein Ziel erkennbar ist sondern allenfalls eine Richtung und eine Distanz am Geruchseindruck, richtet sich jedes Mitglied an denen aus, die es umgeben. Dabei kann ein Orientierungsmechanismus zum Einsatz kommen, der schon als Fisch entstanden ist: Schwarmverhalten. Ob das für unsere Vorfische galt können wir nicht sagen. Von denen, die dafür in Frage kommen, fanden wir jedenfalls nur vereinzelte Fossilien vor, genetischer Rückschluss ist daraus nicht zu ziehen. Ob sie es bereits waren, die schwärmten, wissen wir nicht. Als wir an Land gingen waren wir jedenfalls Einzeljäger, Zielobjekt waren Insekten.

Im Rattenstadium verstärkte sich der Ausbau des Gehirns durch Eiweißaufnahme. Wenn das Maß der Intelligenz nicht mehr von der Zellfunktionalität selbst abhängt sondern im Wesentlichen von der Anzahl, muss spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Verknüpfungsmodell entwickelt worden sein, das auf die natürliche Umgebung ebensogut anwendbar war, wie auf die soziale. Orientierung dürfte bei der Erfassung der Umgebungsbedingungen wichtigste wenn nicht *die* Funktionalität gewesen sein.

Die Rattenhorde bewegt sich mehr oder weniger zweidimensional fort. Technisch wird Orientierung an der Position relativ vorgenommen. Im dreidimensionalen Raum für den auch wir gebaut sind, steht etwas vor uns, links oder rechts von uns, über oder unter uns. Was hinter uns ist, war immer schon konkurrierend und ansonsten schlecht wahrnehmbar. Es treibt uns vor sich her, ist eine Bedrohung, Fressfeind oder Mitesser. Verfügt es über kein Potential, ist es belanglos.

Das Verhältnis zu den Positionen über und unter uns ist ambivalent daran ob es sich um Freund oder Feind handelt, er schwächer ist oder stärker. Jedenfalls ist oben die Sonne, die Position also erstrebenswert aber nur unter Widerständen zu erlangen und Gefahren zu halten. Dazu muss man speziell motiviert sein.

Neben uns sind hingegen solche wie wir selbst. Es schwimmen keine einander feindlichen Fische nebeneinander her, auch unter anderen Lebewesen ist solche Konstellation nur gegeben, wenn sie gerade nichts voreinander zu befürchten haben sondern mehr von hinten (Stampede).

Bilden wir eine soziale Horde (Truppe), wünschen wir neben uns, wem wir gewogen sind und dessen Potential uns entspricht. Die rechte Hand trägt uns zu, der linken tragen wir entweder selbst zu oder vernachlässigen sie gegenüber der rechten. Am Rand der Horde kann eine der Positionen vakant sein.

In Gefechtsstellungen nennen wir solche Konstellationen “Formation”, die entsteht dabei nämlich aus den Affinitäten und hält man sie diszipliniert ein, hat die Gruppe einen Kampfvorteil durch biologisch verankerte Orientierung. Sie ist ein Rudel.

Schwarmverhalten ist mathematisch abbildbar und wird in der Sozilogie und der Trendforschung eingesetzt. Es geht dabei um die Präferenz, mit der Distanzen zu den unmittelbaren Nachbarn verkürzt (Anschluss), erhöht (Freiraum) oder beibehalten werden.

In der Gruppendynamik gibt die Alpha-Position Richtung, Tempo und Höhe vor. Wer höher will, muss an ihr vorbei (3-D), wer weiter vor will, muss schneller sein (2-D), wissen, wo es lang geht und über das Vertrauen der Nachfolgenden verfügen sonst steht er bald alleine auf weiter Flur. In der 2-D-Betrachtung ist Alphas rechte Hand Beta. Ansonsten steht er in der Position darunter, vor dem Rest der Gruppe auf selber Höhe, leitet sie an. Es folgen nebeneinander liegende Gamma-Positionen. Die vertrauen Beta mehr als Alpha. Ihr Mangel an Strebsamkeit und Bewusstsein für Harmonie befähigt sie zur Aufgabenbewältigung. Sie sind belastbar, führbar und kooperativ, bilden den Kern und bewerten die Führung am Erleben. Die letzte Position Omega treibt die ganze Gruppe voran. Verliert Alpha seinen Zuspruch, bleiben nur noch Omega der stets bremste und gegen Alpha gerichtet sowie Beta, der stattdessen loyal ist. Gammas werden sich an den Führungswilligen orientieren, sind es selbst nur dann, wenn es die Situation erfordert. Die Positionen wechseln dann, vakante aber relevante werden befüllt (Machtvakuum). Die Positionen sind in der vernetzten Gesellschaft relativ. Alpha der einen Gruppe ist womöglich Omega einer ihr übergeordneten.

Vision, Beute, Partner, Freund, Feind sind ursprüngliche Konstellationselemente der höheren Lebewesen. Die Vision ist die Leitlinie, die Beute das Ziel, der Partner Gehilfe und der Widersacher hinter einem her. In der menschlichen Gesellschaft sind das alle füreinander. Sonst ist da kein Lebewesen mehr, das Positionen relevant einnehmen könnte.
Konfrontation ist die Stellung nach der die Positionen neu geordnet sind. Nach meinem Dafürhalten machen wir genau an diesem Punkt etwas falsch. Wir leben die Konfrontation statt der Ordnung. Das erhöht zwar die Dynamik, macht aber viel(e) kaputt.

Vermutungen/Thesen (sonst ungestützt):
Orientierung ist die Grundlage jeder Konstellation im menschlichen Gehirn, das die Wirklichkeit abbildet.
Die Datenhaltung im menschlichen Gehirn ist fundamental und damit in jeder Weise an den Merkmalen der Orientierung ausgerichtet (über/unter, vor/hinter, links/rechts, daraus durch den Verstand adaptiert vorher/nachher)
Damit ist zu begründen, weshalb uns nur eingeschränkt viele Assoziationen pro Aspekt einfallen.
Diese stehen jeweils in der Rolle einer Richtung mehr oder weniger treffend repräsentativ, werden jedenfalls so präferiert behandelt (Relevanz).
Beispiele: Schulnoten (scharf): 1(A) oben, 2(B) vorne, 3(C) rechts, 4(D) links, 5(E) unten, 6(F) hinten\r\nFarben: (interpretativ aber komplementär): rot (vorne), blau (unten), gelb (oben), weiß (links), schwarz (rechts), grün (hinten)
Gruppendynamik: alpha (oben), beta (vorne), gamma (links/rechts), omega (hinten).
Gibt es vielleicht noch deltas und epsilons unter den gammas, die bislang nicht so scharf differenziert wurden? Babys/Kinder?

Wofür ist diese Betrachtung nützlich?
In der maschinellen Kognition arbeitet man gerne mit sog. Topic-Maps, die die Wissensbasis abbilden. Hierarchisch gesehen beginnen sie oben bei der Welt und münden in den Werten. Bei der Erforschung geeigneter Analyseverfahren ist die Grundproblematik gegeben, dass der Vergleich aller Konstellationen zu aufwändig ist und gemessen daran zu wenig nützliche Informationen hergibt. Menschliche Kognition differenziert über die relevantesten und zueinander passenden Aspekte besser, d.h. schneller.
Es folgt daraus, dass zur Untersuchung eines Aspekts die zu ihm korrespondierenden unterschiedlich bevorzugt zu behandeln sind. Welche korrespondieren, steht in der Vernetzungsstruktur deren genauer Aufbau uns beim Menschen unbekannt ist. Am grundlegend Hinweislichsten (und am schnellsten beantwortet) ist z.B. die Frage, welchem Symbol ein Aspekt zugeordnet ist. (“Was ist das?”)
Wo ein Aspekt in der 2D-Hierarchie (oben/unten) steht, bezeichnet bereits, was ihn deklariert bzw. spezifiziert. Das ist in jeder hierarchischen Struktur so abgebildet: Wozu gehört etwas und was gehört dazu? Aussagekräftig ist darüber hinaus, wie sich Aspekte derselben Ordnung im Netzwerk stellen, das sind nebenliegende. Will man einen Aspekt einsortieren, gibt es davor (links) liegende und nachfolgende (rechts).
Die zur klassischen Datenverarbeitung kompatible, plan-hierarchische Anordnung ist zum besseren (maschinellen) Verständnis womöglich durch eine dreidimensionale zu ersetzen. Eine Sonderstellung nehmen nämlich die Symbolbezeichnungen ein, die könnte man 3D gesehen vorne anlegen (Definition). Was zur Vollständigkeit der Informationen dann noch fehlt, sind die Relevanzen, die man dann hinter die Struktur stellen kann. Aus ihnen entsteht später ein tierisch neuronales Netz, das über die Symbole zu noch unbekannten Werten und Aspekten findet um Erkenntnisse schnell anzuwenden (Emotionale Kognition). Auch für die Untersuchung sind sie hilfreich, weil identisch hohes oder stetes Vorkommen (Relevanz) auf Regelzugehörigkeit hinweist (Allgemeingültigkeit).

Eine beschleunigte Analyse stellt sich für jeden Aspekt dann bevorzugt die Fragen:
Was ist das? (steht davor)
Wozu gehört es? (Was steht darüber)
Woraus besteht es? (Was steht darunter)
Was ist ihm ähnlich? (steht daneben)
Wo gehört es da ”rein? (links/rechts)
Wie oft kommt das vor? (Was steckt dahinter)
und wendet erst dann weitere Funktionalität an (Ausschluss z.B.) oder geht in die tiefere Betrachtung.

Mrz
29

Entwicklungsstand

Wir können gegenwärtig nur Modelle und Verfahren dokumentieren, die über die letzten Jahre an Experimenten entwickelt wurden. Für die Realisierung ist der Einsatz systemnaher Programmierung nötig, die wir in Form und Umfang nicht leisten können.
Bisherige Versuche einer Prototypen-Entwicklung bei entsprechend angepasster Verfahrensweise waren zu langsam und wurden dann nicht weiter verfolgt.

Einschränkungen

Entscheidungen werden aus den Relevanzen von Regeln summiert. Je umfassender und stimmiger ein Sachstand ist, umso zutreffender ist das Ergebnis. Fehlerhafte oder unvollständige Daten führen zu falschen oder unterbewerteten Einschätzungen. Steht die Allgemeingültigkeit einer Regel durch einen fehlerhaften Datensatz in Zweifel, wird sie nicht nur unzureichend angewendet.

Das System hält sich im Erkenntnisprozess außerdem mit der Differenzierung auf, unter welchen Bedingungen die Regel zutrifft, wenn sie nur ein Mal unter 1000 nicht gilt.
Das System erkennt regelwidrige Datensätze allerdings und stellt sie beim Datenverwalter in Frage.

Daten sind im IDRS viel genauer beschrieben, denn jeder für die Erfassung des Sachstands nötige Aspekt sollte vertreten sein. Der Aufwand für den Erkenntnisprozess potenziert sich mit dem Datenaufkommen, weil eine multidimensionale Datenverfolgung nötig ist. Einerseits reduziert der Prozess das Datenaufkommen, erhöht ihn aber im selben Zug durch die Einbringung der Regeln.

Ziel

Wir wollen die Technologie in erster Linie zu der Marktrelevanz führen, die ihr entspricht.
Da sie selbst kein unmittelbares Produkt darstellt, findet sich auch niemand, der sie einsetzen will. Wir suchen zum Beispiel die Partnerschaft mit einem Systemhaus, das die Potentiale erkennt und dazu eine Engine entwickeln will.

Okt
03

Durch Elimination der den Regeln zugrunde liegenden Daten ist eine erhebliche Verdichtung möglich. Sie basiert auf allen vorgefundenen Sachzusammenhängen und ist damit klarerweise effizienter, als bisherige Datenkompressions-Technologien, die nur vom Entwickler angesetzte Logik auf die Daten anwenden. Damit wird der anfänglich etwas höhere Platzbedarf mehr als kompensiert, der dadurch entsteht, dass die Daten in der IDRS-Umgebung viel exakter beschrieben sind.

Die Ermittlung von Mustern und das Herausbilden von Gesetzmäßigkeiten sind Teil des Aufgabenspektrums wissenschaftlicher Untersuchungen, die gegenwärtig mathematisch vorgenommen werden. Für die Entwicklung des IDRS-Systems wurde auf den mathematischen Ansatz verzichtet. Während es in der Entwicklung neuronaler Netze möglich und nötig ist, die Relevanzwerte aller Assoziationen in einen Formelkomplex zu überführen, entsprechen die bestehenden mathematischen Modelle den noch grundlegenderen Logikgesetzen der IDRS-Struktur nicht vollständig. Die Dokumentation der Technologie stützt sich — wie die Technologie selbst auch — auf den informellen Aspekt der Daten und nicht auf deren Wertigkeit.

Da die im IDRS-System entstehenden Logikmuster durch Menschen lesbar und nachvollziehbar sind, ist es in der Lage, faktische Problemlösungen für beliebige, auch mathematische Gegenstände anzubieten. Während sich die Logik des IDRS-Systems ohne Abstraktion nicht mathematisch formulieren lässt, gelingt es in einem IDRS-System sehr wohl, mathematische Sachzusammenhänge abzubilden und zu behandeln. Die Ansätze sind grundlegender, simpler und umfassender und darum auf beliebige Informationsinhalte anwendbar.

Mit dieser Auslage sind die Dateninhalte eine IDRS-Struktur prinzipiell von jedem Menschen zu verstehen. Da die gefundenen Lösungsstrukturen aber auch maschinenlesbar sind, kann es sie selbst in Programmcode formulieren, also Problemlösungen programmieren. An dieser Stelle spielt sich der nicht-mathematische Ansatz aus. Es wird dabei sehr effizienter und dichter Programmcode entstehen.

Das IDRS-System ist keine Rechenmaschine. Selbst einfache Rechenoperationen muss es erst auf Basis von Erfahrungswerten zu den Strukturen formen, die es zur Lösung heranziehen kann. Weil aber die Bedeutung jedes Aspekts in der Struktur bekannt ist, kann sie vom Computersystem mit Berechnungsergebnissen ergänzt werden, in diesem Bereich arbeitet es effizienter. In neuronalen Netzen ist diese Kooperation nicht möglich, weil unklar ist, an welcher Position in der Struktur ein berechneter Wert einzusetzen ist und in welcher Form. Es scheitert bereits am Auffinden der Eingangsparameter.

Das IDRS-System kann sich hiermit als Hintergrund (Backend) für die reguläre Form der Datenverarbeitung darstellen, eine neue Art Datenbanksystem, das nicht nur wie die bisherigen in der Lage ist, Datenabfragen zu beantworten, Daten zu modifizieren, hinzuzufügen und zu warten. Es verfügt auch über die Fähigkeit, fehlende Datenbestandteile am Sachstand zu ergänzen, also unvollständige Eingangsdatensätze zu vervollständigen oder komplette aber fehlerhaft abgegebene Datensätze beim Anwender begründet zu reklamieren, weil sie nicht ins Bild passen.

Es mag sich als unbilliger Aufwand darstellen, alle Daten so klar zu beschreiben. Es kann aber weder von Menschen noch von Maschinen intelligente Verarbeitung erwartet werden, wenn die zugrunde liegenden Informationen dazu nicht ausreichen. Menschen profitieren von früheren Erkenntnissen ihrer Entwicklung und setzen dabei vorrangig Lösungsmuster ein, die sie ab ihrer Geburt erfuhren. Die Maschine verfügt über diese Kenntnisse nicht, es müssen ihr also alle relevanten Aspekte vorgetragen werden.

Damit wird sie in ihrer Denkweise rigoros sachbezogen und zielorientiert ausgelegt sein, nämlich unvollständige Terme zu komplettieren und unplausible Eingangsdaten zu hinterfragen. Der als hoch zu erwartende Eingabeaufwand wird vor dieser Funktionalität wieder relativiert. Die über das bisherige Maß hinausgehende Beschreibung wird nämlich auf Basis der erkannten Datenmuster nachgezogen. Der Aufwand sinkt sogar noch unter das bisherige Niveau, wenn man es zulässt, dass das System nahe liegende Eingaben für jedes Datenfeld gewichtet und gegebenenfalls vorausgewählt anbietet. Diese Funktionalität ist deshalb so bedeutsam, weil sie in der Datenverarbeitung häufig eintritt und Fehler in den Eingangsdaten vermeidet. Darauf ist das System nämlich angewiesen. Falsche Daten führen zu unerkannten Gesetzmäßigkeiten und damit zu falschen Entscheidungen.

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