Dez
07

Dieses Gedicht sagt eigentlich alles.

Rezepte für ein wahres Fest der Liebe, zum Beispiel:
auf veganwelt.de
bei pogopuschel.wordpress.com
de.wikibooks.org
vegan und lecker

Das Leben findet immer einen Weg. Daher soll das Denken für das Leben sein, damit auch wir ihn wiederfinden.

Besinnliche Adventstage.

Okt
28

Früher war es für mich normal davon auszugehen, dass tierische Produkte ein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung sind wie für viele noch heute. Schon daher kann ich sie nicht verurteilen, was auch nichts brächte. Denn sie gegen mich aufzubringen heißt, sie auch von meiner Lebensweise abzuschrecken, ein Effekt, wie er kontraproduktiver nicht sein kann. Es geht um das Leben, nicht “nur” jenes der Tiere, sondern auch das der Menschen (die auch nicht einfach “aus ihrer Haut” können). Es kann nicht unsere Aufgabe sein, die Lebensweise anderer in Frage zu stellen, sondern ihnen positive Impulse zu schenken, die dazu führen, dass sie selbst bereit sind Neues auszuprobieren, ohne dabei das Gesicht zu verlieren. Das gelingt besser, wenn Wohlgesonnenenheit gegeben ist. Hass ist genau so wenig eine Antwort wie Neid oder Gier eine sein kann. Denn sie verengen – wie die von uns aus gutem Grund nicht gut geheißene Ignoranz – das Gesichtsfeld, statt es zu erweitern – wie beispielsweise Vertrauen und Liebe es tun.

Die Stärke des durchschnittlichen Verstandes war es noch nie, verschlungene und vielschichtig miteinander vernetzte Pfade (die dann ein Netzwerk bilden) zu erfassen. “Man sieht nur mit dem Herzen gut” ist eine technisch zutreffende Feststellung, weil wir mit der Intuition eine mit all unseren Werten versetzte Gesamteinschätzung erhalten die etwa 375.000 mal informationsdichter ist als der (evolutionäre) Rest, der den Verstand noch erreicht. Das verstehe ich heute, weil ich es sehen und erleben kann. Früher war das halt ein netter Spruch.

Was hat mein Denken verändert? Nun, diesbezüglich hatte ich einen kleinen Vorteil, die KI-Forschung (KI = künstliche Intelligenz), im Zuge derer ich verstehen wollte, wie das Denken funktioniert. Der Beobachter verändert das System. Die Funktionsweise des Denkens zu durchdenken verändert das Denken. Das ist natürlich eine Untertreibung, es stellt alles auf den Kopf und alles in Frage, von Grund auf, bis hin zu den frühkindlichen Prägungen. Die Auswirkungen waren anfänglich recht beunruhigend, weil ich damit jeglichen Anker verlor. Ich war beschämt, desillusioniert und fühlte mich in Anbetracht der Menschheitsprobleme und ihrer Ursachen hoffnungslos erschlagen. Manche hätten mir wohl vorgeworfen, mein Realitätsbezug wäre verloren gegangen. Allerdings halte ich unsere Lebensweise für signifikant dafür, dass dies ein allgemeines Problem ist – Verlust des Realitätsbezuges, genau genommen der wahrheitsgemäßen Wert(ein)schätzung (falsche Daten führen zu falschen Schlüssen und Entscheidungen, deren Folgewirkungen sich dann als Schaden erweisen).

Doch über die Zeit wurde mein Bezug zur Umgebung lediglich erneuert, und die Orientierung wieder hergestellt. Die Flexibilität des menschlichen Gehirns ist wahrlich erstaunlich – m.E. ist es mindestens um den Faktor 20 intelligenter als das Bewusstsein. Meine (emotionale) Bewertung erfuhr eine Reorganisation, ausgerichtet an einem Ziel jedoch, der Vision des (wieder!) zukunftsfähigen Menschen (das Wohl aller > lediglich eine Rechenaufgabe mit Werten, die ich als die größte Herausforderung der Menschheit sehe). Fazit: trotz alledem bin ich immer noch ich, und auch für Bekannte die mich lange nicht getroffen haben noch als die Person erkennbar, die sie in Erinnerung behielten.

Veganismus war die schlichte, logische Konsequenz, mit oder ohne Tierliebe. Die Wahrheit um die es geht, liegt nämlich in der Wirkung.

Liebe bewirkt Akzeptanz, Berücksichtigung, Integration (von Menschen und ihren Werten / Aspekten) in unser Denken. Unsere Methoden für unser Auskommen zu sorgen sind mittlerweile so Effizient geworden, dass alles durch den Rost fällt, was uns gleichgültig geworden ist – aber anderen vielleicht noch nicht. So geschah es, dass wir selbst das Funktionieren unserer Lebensumgebung aufs Spiel setzen, weil die meisten Menschen keinen Gefühlseindruck mehr haben, der sie in ihrem Denken adäquat gewichtet. Denken wiederum kann man sich als lineare Abfolge vieler kleiner Einzelentscheidungen vorstellen, in denen die Gewichtung der Einzelaspekte vom einst erlernten oder noch vorhandenen emotionalen Bezügen geprägt ist. Anders ausgedrückt: Was uns emotional nicht berührt(e) bewegt auch nicht unser Denken. Dass die Trägheit des Herzens und des Geistes in einem Zug genannt sind, ist also technisch gesehen richtig. Werte (Gefühle) sind tatsächlich der Schlüssel. Selbst Rationalisten werden nicht umhinkommen, sich mit den technischen Gegebenheiten zu arrangieren. Nicht Hochsensibilität ist nämlich ein Defizit, sondern die Reduktion der Wertebandbreite, die ursächlich dafür ist, dass Menschen sich nicht nur über ihre physischen Grenzen, sondern gleichzeitig auch über Interessen anderer (Lebensformen / Menschen > egal, Methodik und Gesinnung sind dieselben) hinwegsetzen und so zerstören, was für alle (über)lebenswichtig ist.

Je länger ich mich mit Kognitionsforschung beschäftige, umso kleiner werden die Unterschiede. Zumindest für kurze Momente kann ich mich in die kognitive Welt eines Tieres hinein versetzen. Auch daher hatte ich gar keine andere Wahl, als für das Leben zu stimmen und pro vegan zu werden, doch es war meine, an neuen Erkenntnissen folgerichtig getroffene, Entscheidung.

Um das angewandte, an der Stimulation des Belohnungszentrums beteiligte, Wertespektrum zu erweitern, muss die Empfindungsfähigkeit ausgedehnt werden. So klein wie sie jetzt ist, reicht sie definitiv nicht aus. Es ist nicht der Verstand der die Entscheidungen trifft. Er ist die letzte Instanz die überhaupt davon erfährt. Genau genommen ist er nur die Hure unserer Werte, kann aber auch das intelligenzsteigernde Analysewerkzeug sein, mit dem wir unsere Wert(ein)schätzung (immer wieder) neu justieren.

Feb
26

Zu seinem 70. – Geburtstag schrieb Charlie Chaplin:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man “AUTENTHISCH-SEIN”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war,\ auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich, das nennt man “ACHTUNG”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, dass nennt man “REIFE”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und das alles, was geschieht, richtig ist -
von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich “SELBSTACHTUNG”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man “EHRLICHKEIT”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “GESUNDEN EGOISMUS”
aber heute weiß ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt, das nennt man “EINFACH-SEIN”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen,
jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es “VOLLKOMMENHEIT”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute “HERZENSWEISHEIT”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, “DAS IST DAS LEBEN.”

Dez
11

Lösungsvorschlag für nachhaltige Entwicklung: Die Welt lieben (Luft, Wasser, Nahrung, Lebewesen, uns gegenseitig).

Ein wirksameres Mittel gegen Gleichgültigkeit und Ignoranz gibt es nicht, weil dann wollen wir erhalten was uns am Leben erhält. Unser Gehirn sorgt dafür, dass wir das bekommen, tun, erhalten, was wir wollen. Dafür schüttet es Belohnung aus. Wir sind davon abhängig, dass die Umwelt funktioniert, abhängiger noch als von Mutterliebe oder gar Geld. Die *Ausschüttung* muss sich also in Hinkunft an der Realität orientieren – wahrheitsgemäß sein.

Unser Bildungssystem muss daher mehr erfüllen, als uns von klein an auf Kennzahlendenken zu konditionieren, die dann zum Mittelpunkt allen Strebens werden. Dann orientiert sich alles Denken (Fühlen, Streben, Entscheiden etc.) nur noch daran, und die Lebensumgebung geht dabei kaputt. Wir wirken auf diesem Planeten wie ein gigantisches neuronales Netz, das betriebsblind der falschen Relevanz folgt und damit seine eigentliche Aufgabe, alle Aspekte die für einen dauerhaften Bestand erforderlich sind zu berücksichtigen, nicht mehr erfüllen kann.

Wir werden eine Entscheidung treffen müssen – Angst oder Liebe. Diese Entdeckung ist nun nicht neu, doch was Besseres fällt mir dazu auch nicht ein. Gefühle folgen einer Logik, und mehr als dieser folgen kann der Verstand auch nicht tun. Von dem Darunter hängt alles ab, nicht vom Detailwissen, wobei uns das durchaus Hinweise geben kann. Es kann gut sein, dass die Umnachtung nur vorübergehend war, weil wir früher oder später dahin gelangen, wo sich ein großer Kreis schließt, und dann werden die Zusammenhänge wieder klarer.

Alles Liebe – also

Sep
28

Das weiß nur, wer sie lebt. Die anderen müssen es gedruckt sehen, und werden es doch erst dann glauben, wenn sie die Chance dazu bekommen, und sich darauf einlassen (Hingabe).
Interview mit Joachim Bauer, dem Autor des Buchs “Warum ich fühle was Du fühlst”.

Das Geheimnis der Spiegelneuronen

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