Intuition ist natürlich nicht esoterisch. Außerdem – auch Esoterik entspringt unseren Gedanken. Daher stellt sich für mich nie die Frage ob, sondern wie etwas wahr ist. Intuitives Denken ist mehrdimensional und so datendicht, dass eine einzige Momentaufnahme den Verstand ein Leben lang beschäftigen würde, könnte sie festgehalten und vollumfänglich analysiert werden.
Auf Werteebene haben kleinste Justierungen und Ausweitungen massiven Einfluss auf die gesamte Informationsverarbeitung (Denken). Doch dahin bemühen wir uns nicht mehr, das hält uns leicht mal in Paradigmen gefangen. Dabei steckt in jeder Veränderung auf Werteebene ungeheures Kreativitäts- und Innovationspotential drin.
Wir gehen davon aus, dass das Vermitteln abstrahierter *Wahrheiten* an Kinder bereits Bildung sei. Wie der Name BILDUNG schon sagt, steckt dahinter Formgebung, nämlich emotionale, soziale und geistige. Die emotionalen und sozialen Komponenten, die weitaus verknüpfungsdichteren Anteile (die uns das weitere Verständnis auch noch erheblich erleichtern würden) auf denen unsere Mentalität gewissermaßen aufsetzt, werden vernachlässigt. Die Wertezuordnung ist in der Folge einseitig und unzureichend, was sich abträglich auf die umfassendste Methodik der Informationsverarbeitung auswirkt, Mustererkennung und -vervollständigung. Das Gespür für globale Zusammenhänge kann sich nicht herausbilden. Um zu Überleben brauchen wir weit mehr als nur Geld. Damit uns das gegenwärtig bleibt, müssen wir es erfahren (Werte setzen) – auf die eine oder andere Weise (die Phrase *dran glauben müssen* entstand nicht von ungefähr), dann haben wir es auch drin, im Fühlen, Denken und Handeln und wollen/können es berücksichtigen.
Jedes Informationen verarbeitende System kann nun mal nur mit den Werten rechnen, die es hat. Sie sind die grundlegende Ebene intelligenter Datenverarbeitung, und nicht die Semantik (lassen Sie also das Chinese Room Argument oder die Turingmaschine einfach mal außern vor, denn sie könnten es erschweren, eine Vorstellung von Intelligenz zu entwickeln).
Das grundlegende Konzept von Bildung und *Wirtschaft* könnte es genau so gut sein, alle Menschen gleichermaßen zu fördern und zu fordern, danach zu streben, das beste für- und miteinander zu erreichen (Ausschüttung als Effekt, nicht als Selbstzweck, Vorbild: die Funktionalität des Gehirns, an dem wir Ausschüttung als Selbstzweck längst als Kompensations- und Suchtverhalten mit den Organismus schädigenden Folgen erkannten). Durch werteorientierte (breitbandige) Bildung erlangte Intelligenz würde unsere Kinder besser vor Manipulation und Suggestion schützen, weil kritisches Hinterfragen ein Merkmal davon ist. *Unkonformes* Verhalten wurde viel zu lange eher geächtet, denn gefördert, und so mancher Ansatz genialen Denkens im Keim erstickt. *Ich will so sein wie alle anderen*, wünschen betroffene Kinder sich dann – und resignieren.
Nach eingehender Analyse hat sich für mich die Intuition als konkrete, fundierte, umfassende und treffende Form der Informationsverarbeitung herausgestellt. Unscharf hin oder her, um den Rest kümmert sich ohnedies der Verstand, auf einer anderen Wertebasis allerdings, mit anderen Ergebnissen und Erkenntnissen – und viel mehr Spaß am Lernen, denn auf der Ebene schüttet das Gehirn noch was aus ;-).







