Feb
13

Im Sommer 2010 kommt ein Film in die amerikanischen Kinos, der den Ursachen für den Anstieg der Zivilisationskrankheiten in den USA auf den Grund geht.

Kurzbeschreibung (grob übersetzt)
Was ist mit uns passiert? Trotz der fortschrittlichsten medizinischen Technologien in der Welt, wir sind kränker als jemals zuvor bei nahezu jedem Messwert. Zwei von drei sind übergewichtig. Die Fälle von Diabetes steigen sprunghaft an, besonders unter der jüngeren Bevölkerung. Ungefähr die Hälfte der Amerikaner nimmt mindestens ein verschriebenes Medikament. Herzkrankheiten, Krebs und Gehirnschlag sind die drei häufigsten Todesursachen obwohl jedes Jahr Milliarden von Dollars ausgegeben werden, um dagegen anzukämpfen. Millionen leiden an den Folgen anderer degenerativer Erkrankungen.

Könnte es sein, dass es eine Lösung für all diese Probleme gibt? Eine Lösung, so umfassend, aber so watscheneinfach, dass es zu verblüffend ist, und die meisten von uns sie daher nicht ernst nahmen?

Der Film „Forks over Knives“ untersucht und erklärt, dass wir die meisten, wenn nicht gar alle der so genannten Wohlstandskrankheiten die uns zusetzen kontrollieren oder ihre Schäden sogar zurückbilden können, wenn wir die auf tierischen und verarbeiteten Produkten basierende durch eine vollwertige pflanzliche Ernährung ersetzen.

Dez
30

Da Witscore kein Foodblog ist, und Ernährung “nur” ein Aspekt von Nachhaltigkeit, beschloss ich heute, das umfassende Thema vegane Ernährung in ein neues Blog auszulagern. Im Blog liebevoll kochen will ich Dich in Zukunft mit leckeren veganen Gerichten virtuell verwöhnen, etwas über Ernährungslehre schreiben, Dich mit Produktinformationen versorgen – kulinarisch inspirieren eben.

Nov
08

Die vielen Antworten auf diese Frage haben sogar mich überrascht. Anfänglich sah ich mich für den Rest meines Lebens Gemüsesuppen schlürfen und dann wann ein Stück gebratenen Tofu mit Kartoffeln, Reis und Salat. Mittlerweile esse ich abwechslungsreicher und vielfältiger als in meiner Gemischtkostvergangenheit, und habe noch längst nicht alles ausprobiert.

Spaghetti Bolognese, Chilli, Kohlrouladen, Lasagne, Hamburger, Gefüllte Paprika, pikante Strudel, Kekse, Torten, Crepes und fast alle Gerichte die mit Fleisch zubereitet werden, lassen sich auch auf reiner Pflanzenbasis zaubern. Sie schmecken dann nicht identisch, kommen aber zum Teil verblüffend nahe an das Original. Von manchen Fertigprodukten heißt es gar, man können sie kaum von “Echtem” unterscheiden. Wobei meine ersten Erfahrungen mit Fertigprodukten aus dem Supermarkt keineswegs erfreulich waren. Hier (Region) ist die Auswahl eher ernüchternd und man bekommt längst nicht alles, was die vegane Küche schmackhaft und abwechslungsreich macht. Daher bestelle ich meine Zutaten teilweise online.

Viele Veganer verlieren allerdings mit der Zeit die Lust auf etwas, das nach Fleisch schmeckt. Ich kann den Geruch von Fleischtheken nicht ertragen, und rohes Fleisch zu verarbeiten fand ich so unangenehm, dass ich für mich alleine wohl nie welches gekauft hätte, schon um es nicht anfassen zu müssen. Nicht, dass es mir dann nicht geschmeckt hätte. Ich wäre allerdings auch mit Gemüsegerichten und Tofu zufrieden gewesen. Mittlerweile schätze ich die vielen neuen Geschmackserlebnisse und Konstistenzeindrücke mehr als die Ähnlichkeit mit Altbekanntem.

Als vielfach Ungeübte lernte ich schnell, dass der erste Fehlschlag nicht unbedingt bedeuten muss, dass der Rohstoff nichts taugt. Auch die Marke kann einen Unterschied machen (speziell bei Sojagetränken und Puddings). Bei den von mir mittlerweile heiß geschätzten Sojamedaillons (oder Sojasteaks) ist es wichtig diese nach dem Kochen gut auszudrücken (am Besten nach dem Ausdrücken zwischen Tücher legen und zum Beispiel zwischen zwei Schneidbrettern gut auspressen), bevor sie ihre Würze bekommen, außerdem darf noch ein ordentlicher Schuss Sojasoße drauf. Die Medaillons dann kurz und kräftig anbraten. Sehr lecker werden sie auch, wenn man fein geschnittene rote Zwiebeln dazu anbrät.


Das Foto zeigt gebratenen Tofu mit Salzkartoffeln und Gemüsecreme. Die Gemüsecreme besteht aus Zwiebeln, fein gewürfelten Karotten und Sellerie. Anbraten, dünsten lassen (eventuell mit etwas Mehl stauben), mit pflanzlicher Brühe aufgießen, pürrieren und ordentlich mit Sojasoße abschmecken. Variieren nach Lust und Laune.


Sojagranulat wird vor der Verwendung kurz in Salzwasser aufgekocht. Sobald es im Wasser ist, schalte ich die Platte aus (Achtung, kann Schäumen, dann draufblasen oder umrühren). Es wallt noch zwei, drei Minuten nach. Danach abgießen in ein Sieb und mit einer flachen Kelle gut ausdrücken. Dann weiterverarbeiten wie Hackfleisch – gut anbraten, zum Beispiel bevor es in eine Bolognesesoße kommt, und auch mit Sojasoße würzen, ansonsten nach Gewohnheit. Ich verwende sehr gerne frische Kräuter aus Mamas Garten.


Oktoberhighlight: Kürbiscremesuppe mit Pfefferoniringen, gerösteten Kürbiskernen, gebratenen Knoblauchwürfeln, und echtem steirischen Kernöl.


Erster Versuch: Cheeseburger, mit dem vielseitigen Rohstoff Saitan (Weizengluten, gibt’s in Pulverform oder fertig). Ganz flache Saitanstreifen bekommen die Konsistenz von knusprigem Speck.

Okt
30

In diesem Beitrag lass ich die Links für sich sprechen

Fleisches-Frust – für eine bessere Welt und gegen Vorurteile
Positionspapiere der American Diet Association und Chinastudie
Umfassendes Veganismus-Wiki
Vegane Ernährungspyramide
Kann man wirklich vegan leben?
Buchrezension The China Study
Fleischkonsum und Gesundheit
medizinische Aspekte des Vegetarismus
Ärztegesellschaft zur Förderung der vegetarischen Ernährung
Die (wirkliche) Wahrheit über Soja
Das Vitamin B12
Was bei einer veganen Ernährung beachtet werden sollte
Vegan leben ohne Mangelerscheinungen
Vegane Kinder
Hilfe, mein Kind isst vegan
Veganismus aus wissenschaftlicher Sicht
Vegetarier leben länger
Intelligente Menschen ernähren sich öfter vegetarisch
Klimaschutz und Ernährung
Informationen über die gesündeste Ernährung und ihre Auswirkungen auf Klima, Umweltschutz, Tier- und Menschenrechte
Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) (Englisch)
Zitate

Mai
18

In einer Welt in der Menschen kein Fleisch mehr essen, würde ich sogar sehr gerne leben, fände ich auch vernünftig, vor allem in Anbetracht der Ineffizienz, der Klima-, Umwelt- und Schäden an der Gesundheit von Mensch und Tier.

Die Aufbereitung der Site überzeugt mich noch nicht. Vegetarier und Veganer werden sich angesprochen fühlen, aber ein Fleischesser wird kaum etwas anderes erkennen als dass er zwangsentfleischt werden soll. Es ist eh schon heikel, den Leuten auf ihre Teller zu schielen und in Frage zu stellen was sie “gerne” essen. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass Gewohnheit vielfach nichts anderes als angelernte Sucht ist (wie Rauchen, Alkohol, Spiel- und Geldsucht etc.), und sich jeder Süchtige der Frage stellen muss, wie weit er bereit ist, dafür zu gehen. Alles womit wir die Umwelt heute belasten ist verzichtbar oder ersetzbar, klammern wir die vorgeschobenen “wirtschaftlichen” Gründe mal aus, bei denen ja auch nur individuelle Bereicherung angestrebt wird (Geldsucht also). Schließlich geht es ja nicht ums Überleben der Wirtschaft, sondern unseres. Daher sollten wir dieses an ein Belohnungsschema koppeln, das uns nicht gefährdet. Sonst bringt es nichts, die Wirtschaft weiterhin am Leben zu erhalten – zu füttern, wie wir das heute tun, noch dazu ohne Aussicht, dass in diesem Schema der Wohlstand für alle jemals realsierbar sein wird.

Industrialisierung führte dazu, dass Professionalität und Können durch Rechnen ersetzt wurden, wie man am meisten Geld mit etwas machen kann. Jede Industrie setzt nun alles daran zu wachsen, auch die fleischproduzierende, und allesamt haben wenig Hemmungen, Menschen in Bezug auf die Wirkung ihrer Produkte schamlos zu belügen. Wenn man etwas verbieten sollte, dann wäre hier die Stelle, wo ich ansetzen würde. Immer mehr degenerierte Produkte werden uns als gesund verkauft um den Absatz zu fördern. Als Durstlöscher eignet sich Wasser immer noch am besten, und wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, braucht weder (schädliche!) Vitaminzusätze noch Nahrungsergänzungsmittel mit zum Teil fragwürdigen Nebenwirkungen.

Ich persönlich will das nicht, und ich finde es erschreckend, wie weit die Geldgier den Menschen, der einst in symbiotischer Koexistenz mit seinen Tieren lebte, da getrieben hat: http://www.veganismus.com/reina/Interessantes/interessantes.html (ab etwa der Mitte der Seite kommen ernährungstechnische Informationen). Wie viel Respekt hat jemand vor dem Leben, der das fertigbringt, und wie viel kann ihm am Wohl anderer Menschen liegen? Dass Fleisch ein Bestandteil gesunder Ernährung ist, hat man uns lange eingeredet, stimmt aber nicht, was übrigens auch für Milchprodukte zutrifft. Abgesehen davon finde ich es eigentlich befremdlich, dass wir uns als erwachsene Menschen an Kuhzitzen hängen, wo wir nicht mal die Milch unserer eigenen Spezies trinken würden. Die vegetarische Ernährung ist gesünder!.

Da es um Klimaschutz geht, und der Anteil der Fleischproduktion an den Schäden nicht gerade zu verachten ist, wäre ein Verzicht oder zumindest eine massive Reduktion von Fleisch eine vernünftige Lösung. Ob ein Verbot dazu geeignet ist den Menschen zur Vernunft zu bringen, wage ich zu bezweifeln. Viel eher glaube ich, dass Zwänge und Gesetze das Gewissen einschlafen lassen. Nichtsdestotrotz spricht vieles dafür, dass die Dringlichkeit mit der wir auf Klima- und Umweltschonung hinarbeiten müssen, hoch ist. Und so hoffe ich, dass die Petition die Diskussion um Gesundheit, Ernährung, lebensbejahendes Verhalten (was die Quälerei und schonungslose Ausbeutung anderer Lebewesen nicht ist) und Klimaschutz konstruktiv aufflammen lässt.

Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.

— Mahatma Gandhi

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