Mai
26

Neun Jahre Kognitionsforschung (zur maschinellen Anwendung) liegen hinter uns. Jedwede Unterstützung wurde uns verwehrt mit dem Argument “Ich sehe kein Produkt”. Das hielt uns nicht davon ab weiterzumachen und wir gingen durch harte Zeiten. Anfangs wusste ich nicht mal, warum ich so beharrlich war und nicht vom Thema lassen konnte. Mittlerweile würde ich nichts anderes mehr tun wollen und bin froh, keine Bedingungen eingegangen zu sein, die für mich heute inakzeptabel wären.

Die Reaktionen auf das Projekt nahm ich außerdem zum Anlass, Untersuchungen darüber anzustellen, welchen Einfluss Geld auf des Menschen Denken und Fühlen hat, welche Konsequenzen damit verbunden waren, noch sein werden, und welcher universelle Algorithmus hinter dem Gesamten steht (technisch nachvollzieh- bzw. abbildbar).

Wenn wir unserem “Erfolg” im Wege stehen, gibt es dafür immer einen schwerwiegenden Grund. Das heißt aber nur, dass der Weg eben ein anderer ist. Mit jedem neu entdeckten Zusammenhang wurde es wichtiger für mich, dass ich mit meiner Arbeit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Die Ausschlusskriterienliste mit der ich Aufträge filtern muss ist lang, doch kann sich niemand den Realitäten entziehen, die da auch beinhalten, dass Ignoranz Lösungen hinauszögert und die Probleme dadurch nur verschlimmert.

Es geht hier nicht einfach nur um meinen persönlichen Erfolg, es geht darum Voraussetzungen zu schaffen, unter denen Erfolg (Nachhaltigkeit) überhaupt erst wieder möglich ist. Im Moment muss man den Mut haben, das losgelöst von dem zu betrachten und zu fördern, was man selbst in Geld davon hat, weil das Geldsystem an der Realität vorbei bewertet. Wir hätten weder Umwelt- noch Klimasorgen, Armut, Ausbeutung und Leid, wäre es anders.

Nebenprodukt: Triebprofilmarketing mit Tiefgang ausschließlich für sozial- und umweltverträgliche Produkte, Projekte und Ideen mit dem Ziel nachhaltige Entwicklung, was bedingt, dass der Nutzen im Vordergrund steht, Herausarbeitung der informellen Aspekte in emotionalen Erstreaktionen.

Sep
25

Sie werden von Menschen betrieben, und Menschen gewinnen daran. Das Mindeste was man über Unternehmen sagen kann ist, dass sie unsere eigenen “Wesenszüge” geerbt haben. Business und Emotionen passen jedoch noch nicht zusammen. Das Streben zielt derzeit überwiegend auf unmittelbare individuelle Erfüllung ab. Reptilienstadium, die reflexive und triebliche Anbindung zur Außenwelt. Erst Emotionen erlaubten eine verbesserte Differenzierung, aus der schließlich Dank Soziologie und der sich daraus entwickelnden Kommunikation unsere Intelligenz hervorging. Intelligenz ist auf das WIR angewiesen.

CSR (Corporate Social Responsibilitiy) stellt mehr Berühungspunkte (Soziologie, Emotionalität) zur Umgebung her, die in der Folge auch in Entscheidungen Berücksichtigung finden. Wir läuten also grade das Säugetierzeitalter der Wirtschaft ein. Nachhaltige Entwicklung müsste die Maximierung menschlichen Wohlbefindens in den Mittelpunkt stellen. Bisher wird uns nur erzählt, dass es darum geht. Ein Anfang, immerhin, denn die intensiven Bemühungen die umsatzfördernden Reizmuster hierfür zu ermitteln, führen uns früher oder später dahin, wo Klarheit darüber herrscht, was uns gut tut und was eher nicht (was sich wiederum Adam Smith gedacht haben könnte, auch wenn er eigentlich widerlegt wurde, ganz unrecht hatte er nicht). Das Gehirn lernt außerdem ständig mit.

“Erfolg” ist das Ergebnis von Akzeptanz. Wonach es sich für das Individuum zu streben lohnt, daraus geht hervor, wie es sich in seiner Umgebung verhält. Dass Geld nicht alles ist, was wir zum Überleben brauchen, ist keine Nebensächlichkeit. Das fällt uns grade auf, weil wir es zu spüren bekommen. Davor gab es keinen Anreiz der groß genug war, ein Umdenken in Betracht zu ziehen.

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