Dez
23

Kekse sind gebacken, neun Sorten, und bereits ausgiebig getestet. Die veganen Bratwürste für morgen Abend kühlen grade ab. Die Mayonnaise für den italienischen Salat mache ich morgen frisch. Drei tierfreundliche Weihnachtsmenüs sind durchgeplant und alle Zutaten eingekauft. Das turbulente Jahr 2009 nahm ein gutes Ende, nicht zuletzt weil ich erfahren durfte, was echte Freundschaft bedeutet. Vor mir liegen ein paar entspannte freie Tage, und so ist mir an diesem Weihnachten auch richtig zum Feiern. – - – Das hält mich nicht davon ab, jener zu gedenken, die das im Moment nicht von sich sagen können, weil sich ihr Leben nicht gut anfühlt. Sie haben keine Perspektiven, durchleiden Durst, Hunger, Angst, Krankheit, Hitze, frieren, sind eingesperrt, werden misshandelt, ausgebeutet, gequält, getötet – von solchen, die sich Menschen nennen.

Für all jene, die unter menschlicher Knechtschaft und Ignoranz leiden, seien es nun ebenfalls Menschen oder andere fühlende Wesen, wünsche ich mir mehr Mitgefühl, Aufmerksamkeit und Hilfe durch jene, die dazu in der Lage sind etwas zum Guten zu ändern – Du zum Beispiel. Nicht nur Weihnachten ist eine gute Zeit dafür, sein Herz für andere offen zu halten, und schwer ist es auch nicht. Es erfordert mehr Stärke als alles beim Alten zu lassen sich einzugestehen, dass man’s besser machen kann – und will. Doch genau darin liegen noch unzählige Quellen für neue Lebensfreude(n) verborgen. Die zu erfahren kann ich Dir ruhigen Gewissens wünschen. Ressourcen schonend sind sie zudem auch noch.

Ich bedanke mich bei allen Lesern für ihre Geduld, Treue und spannenden Impulse und wünsche Euch ein besinnliches, frohes Fest und ein erfülltes Jahr 2010.

Dez
13

Bedauerlicherweise versäumte ich es, meine ersten selbstgemachten Bratwürste zu fotografieren. Durch das Pürrieren des Tofus bekamen sie eine Konsistenz, die sehr nahe an “echte” Bratwürste herankam. Fotos werde ich beim nächsten Mal nachholen.


Die Rezeptidee Chicken Style Saitan stammt von pogopuschel.wordpress.com/2009/08/15/chicken-style-seitan/. Der Rohstoff Saitan fasziniert mich zunehmend.
Den unwiderstehlichen Geburtstagskuchen entdeckte ich hier: vegan-und-lecker.de/2009/10/04/geburtstagstorte/, von diesem Blog stammt auch das Rezept für die zarten Vanillekipferl (die ich immer schon ohne Ei machte). Agavendicksaft fand ich zu meiner Überraschung im DM ganz in der Nähe. Ahornsirup gibt es da auch.
Das “Enten”stück kommt vom Verganversand und musste nur ein paar Minuten auf jeder Seite gegrillt werden.
Die anderen Gerichte habe ich einfach so zubereitet wie früher die “Originale” – Gulasch, Geschnetzeltes, Spaghetti Bolognese.

Dez
07

Dieses Gedicht sagt eigentlich alles.

Rezepte für ein wahres Fest der Liebe, zum Beispiel:
auf veganwelt.de
bei pogopuschel.wordpress.com
de.wikibooks.org
vegan und lecker

Das Leben findet immer einen Weg. Daher soll das Denken für das Leben sein, damit auch wir ihn wiederfinden.

Besinnliche Adventstage.

Dez
05

“Dass Du überhaupt nichts Tierisches mehr isst – das ist aber schon extrem”, hörte ich heute. “Nein”, sagte ich, “was die Menschen den Tieren antun, das ist extrem”.

Tiere fühlen, sie spüren Schmerzen, sie haben Angst. Sie können sich nicht verbal mitteilen. Sie haben nur eine Hoffnung, Menschen die sie als fühlende Lebewesen (an)erkennen, und die das dann für sie tun. Es ist eine Frage der Richtung, aus der man blickt, wo man die Extreme sieht, und man soll sich dabei nicht davon blenden lassen, ob die Mehr- oder eine Minderheit sie praktiziert. Mir hat sich buchstäblich der Magen umgedreht, als ich der Wahrheit über unsere Ernährung ins Gesicht sah. Seitdem denke ich aus der anderen Richtung.

Dez
03

Eine biologische Substanz, die über einen Raum hergefallen ist, weicht nicht mehr gerne zurück. Schon das Wort einschränken – keine Chance. Wer das von den Menschen verlangt, kriegt sie nicht rum. Affen wollen Zucker, Aussicht auf Belohnung. Ein Gehirn denkt und handelt nicht wider das eigene Wohlbefinden, allerdings kann man damit so fix rechnen, dass es schon wieder simpel wird, diesen Parameter positiv zu nutzen – der Erfolg von Religionen basiert darauf. Der Werbeindustrie gelingt es jeden Tag, uns die seelenlosen Massenabsonderungen berechnender Existenzen als “wertig” zu verkaufen. So mancher Mensch wurde auf diesem Weg bereits vergiftet, denn es geht dabei längst nicht mehr um ihn.

Und nun ist die Politik dran Schuld, die Wirtschaft, aber doch nicht der einzelne Autofahrer, Plastikverbraucher und Tierproduktekonsument, dem das Leiden anderer völlig egal ist. Daher muss die Politik bei konsequenten Maßnahmen mit Stimmverlusten rechnen. Und die Lobbys sind mächtig, mit denen will man es sich auch nicht verscherzen. Man macht sich besser die “starken” Giftabfallproduzenten zum Freund als sich dafür zu engagieren, die zu mehr Begabten zu fördern, die Jugend besser zu bilden oder die Übervorteilten zu schützen. Dieses wert(e)vollste aller Engagements muss selbst zusehen, woher es seine Mittel bekommt. Profit entsteht wenn man sich mehr herausnimmt als man gibt – genau genommen ist das schon Diebstahl, weil er nur durch Ausbeutung und Enteignung anderer gemacht werden kann. Wäre alles Geld das fließt verDIENT, würde diese Welt ganz anders aussehen, und wir bräuchten auch keine Klimakonferenzen!

Zu Gier muss man sich vergegenwärtigen, dass sie nicht erfüllbar ist. Sie kennt kein Genug, auch die Ressourcen von zehn Planeten können ein Fass ohne Boden nicht voll machen. Die wahre und nach wie vor beste (weil umfassendste) ökonomische Leistung des Menschen war sein Altruismus. Profitdenken hat das Gegenteil an ihm bewirkt – wir sind unwirtschaftlicher geworden als wir es je waren. Das fällt natürlich keinem auf, weil jeder davon ausgeht, mit Geld herumrechnen zu können sei schon alles. Zu allem Überfluss verwechselt er dann noch Resignation mit “Realismus” – dabei ist er ganz weit weg davon, die Realität überhaupt zu sehen. Zu viel Schein davor… Wären Fakten für uns wirklich entscheidungsrelevant – tja, dann würden wir ihnen entsprechen, tun wir aber gar nicht.

Die Ironie an dem Ganzen ist: Fehler die alle machen, fallen uns nicht als solche auf. Wohl sind sie an den Schadwirkungen erkennbar – aber die halten wir dann ja auch für normal, so dass wir nur an den Symptomen rumdoktorn. Daraus gehen dann wieder neue hervor – und es entstehen daran (evolutionär) neue Märkte. Wenn wir die Ursachen an den Eiern hätten, gäbe es sehr viele Berufe und “Produkte” nicht mehr – dafür eine Menge neuer, spannender und erfüllender Aufgaben – für jeden. Doch dorthin kann es nicht gehen, so lange wir alles beim Alten lassen.

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