Feb
13

Im Sommer 2010 kommt ein Film in die amerikanischen Kinos, der den Ursachen für den Anstieg der Zivilisationskrankheiten in den USA auf den Grund geht.

Kurzbeschreibung (grob übersetzt)
Was ist mit uns passiert? Trotz der fortschrittlichsten medizinischen Technologien in der Welt, wir sind kränker als jemals zuvor bei nahezu jedem Messwert. Zwei von drei sind übergewichtig. Die Fälle von Diabetes steigen sprunghaft an, besonders unter der jüngeren Bevölkerung. Ungefähr die Hälfte der Amerikaner nimmt mindestens ein verschriebenes Medikament. Herzkrankheiten, Krebs und Gehirnschlag sind die drei häufigsten Todesursachen obwohl jedes Jahr Milliarden von Dollars ausgegeben werden, um dagegen anzukämpfen. Millionen leiden an den Folgen anderer degenerativer Erkrankungen.

Könnte es sein, dass es eine Lösung für all diese Probleme gibt? Eine Lösung, so umfassend, aber so watscheneinfach, dass es zu verblüffend ist, und die meisten von uns sie daher nicht ernst nahmen?

Der Film „Forks over Knives“ untersucht und erklärt, dass wir die meisten, wenn nicht gar alle der so genannten Wohlstandskrankheiten die uns zusetzen kontrollieren oder ihre Schäden sogar zurückbilden können, wenn wir die auf tierischen und verarbeiteten Produkten basierende durch eine vollwertige pflanzliche Ernährung ersetzen.

Feb
12

Wenn man genauer hinsieht bevor man etwas kauft, wird einem klar, dass man breitbandvergiftet würde, äße man den ganzen Schrott den sie einem heute als essbare Ware unterjubeln wollen. In den letzten Jahren hat sich das massiv verschlechtert. Gentechnologische Eingriffe erhalten einen Freibrief, man muss sie vorher nur durch den Tiermagen schicken, und schon müssen sie nicht mehr deklariert werden. Wer einen Frosch kochen will ohne dass der rausspringt, setzt ihn in kaltes Wasser und erhitzt es dann… Dasselbe machen sie grade mit uns. Wir müssten aus dem Kessel rausspringen, bevor der Deckel zugeht. Der Topf steht symbolisch für alle falschen Paradigmen, deren Wände in den Hirnen so hoch geworden sind, dass man nicht mehr darüber hinaussehen kann. Und schon ist der Raum in den die Neuronen hineinfeuern, zum winzigen Labyrinthchen geschrumpft, das Vorstellungsvermögen darauf beschränkt. Das nennen sie dann “Realismus”. Realistisch ist, wenn (objektive) Werte und (subjektive) Werteinschätzung korrespondieren. Davon sind wir ganz weit weg. Das, woran sich seine Elemente orientieren gibt dem System die Form. Eine falsche Orientierung führt zu falschen Schlüssen und Maßnahmen (Maßnahmen sind keine Lösungen!), das System verformt sich weiter ins Destruktive. Fehler erkennt man spätestens an ihren Auswirkungen. Doch die halten wir dann ja auch für “normal”…

Es sind nicht diejenigen realitätsfremd die sich für eine bessere Welt einsetzen, sondern jene die ignorieren, dass das Erfordernis, in Balance mit seiner Lebensumgebung zu bleiben, permanent besteht, und zwar in allen Bereichen des Lebens. Dem nicht Folge zu leisten und stattdessen seine Lebensgrundlage zu zerstören ist realitätsfremd – nicht umgekehrt.

Der Überfluss den wir permanent sehen, besteht so nicht. Er wird dem Planeten unter hohen Verlusten abgetrotzt und anderen Menschen dafür Lebenswichtiges vorenthalten. Das Hauptproblem das ich mit unserer Lebensweise habe ist, dass sie nicht einmal mehr für uns ausreicht, geschweige denn für alle Menschen. Wir müssten uns dafür entscheiden, schon jetzt so zu leben, dass diese Differenz nicht mehr besteht und weder die Ausbeutung von humanen noch nichthumanen Tieren weiter zu unterstützen. Instrumentalisierung in jeder Form ist das Grundübel, da ihre “Optimierung” zwingend in die Ausbeutung führt. Sämtliche daraufhin gebundenen Potentiale sind für die weiteren Entwicklungen verloren. Wenn es erst die Umstände sein werden, die uns dazu bringen unsere Lebensweise zu ändern, wird das Zerstörungswerk bereits bis zu seinem Ende durchgelaufen sein. Die zerstörerische Verschwendung hat nebenbei einen brutalen psychologischen Effekt: Neid auf die Schwächeren! Irgendwie wissen wir, dass wir den Ärmeren gar nicht helfen können ohne dabei selbst zu „verlieren“, und das bedeutet, wir wollen es nicht wirklich.

Unsere (evolutionäre) Beschaffenheit halte ich als Ausrede hingegen für ungeeignet, denn ist die erst einmal verstanden, sehen wir auch die Flexibilität und das nahezu unbegrenzte Entwicklungspotential darin. Intelligenz = die selbstgelenkte Nutzung von Verarbeitungskapaziäten. Sich Marken ins Gehirn brennen zu lassen (branding > Brandmarkung) ist davon das Gegenteil. Konsum ist per se etwas Uneigenständiges (Nachhaltigkeit ging mit dem Verlust der Subsistenz verloren > Abhängigkeiten entstanden, die Entscheidungsgewalt konzentrierte sich auf wenige Menschen, die weniger Werte umfassten und berücksichtigten als eine ganze Gemeinschaft es konnte). Umso wichtiger ist es, dass er sehr kritisch vollzogen wird.

Nehmen und Geben gleichen sich in der Natur aus. Der Mensch nimmt sich heraus, vom Geben will er nichts wissen, denn es geht um Profit, das ist die Differenz zwischen Wirkungsrahmen und wahrgenommener Verantwortung. Profit entsteht durch Raub an der Natur, ihren Lebewesen, auch Menschen. Das, was wir unter Wirtschaft verstehen hat mit Wirtschaftlichkeit überhaupt nichts zu tun. Wir müssen (wieder) lernen, in echten Werten zu denken, bevor wir sie alle verunwirtschaftet haben.

Was wir global abbilden ist ein großes Gehirn mit extrem ausgedünnter emotionaler und sozialer Vernetzung (da Mitgefühl und soziales Gewissen bei wirtschaftlichen Entscheidungen außen vor gelassen werden, ist es ein soziopathisches Gehirn, also eigentlich krank). You only get out (values) what you input… Es ist keineswegs überlegen, geschweige denn intelligent, sich von den Gemeinheiten, die Anderen zugefügt werden, nicht berühren zu lassen. Ehe man sich versieht, ist man selbst betroffen (oder Täter). Werte die aus dem (Mit)Gefühlsbreich kommen sind immer höher entwickelt (und damit intelligenter) als jene aus dem Triebsystem. Zudem ist ihr Erfüllungsniveau höher, unseren Sehnsüchten verlangt es daher danach. Der Verstand ist nur das Werkzeug, mit dem unseren Werten entsprochen wird. Vielwertigkeit ist der Schlüssel um – was der Verstand alleine nicht schafft – Komplexität zu erfassen. Daher macht Egozentrik (arm an Werten) Menschen zwar hoch effektiv, aber dümmer, die kurzfristigen Erfolge bedeutungslos da nicht von Dauer.

Der gesündeste und nachhaltigste Egoismus ist die Kooperation (mit allem was einen umgibt), da sie der einzige Weg zur Unerschöpflichkeit und damit Nachhaltigkeit ist. Nachhaltigkeit wiederum betrifft alle(s). Man kann sie nur ganz leben oder gar nicht. Der bevorstehende Gesinnungswandel kann nur ein sehr grundlegender sein – und muss – verarbeitungstechnisch bedingt – auf Werteebene stattfinden – und ops, ja, das ist radikal. Nebenbei die großartigste Erfahrung die ein Menschengehirn machen kann, natürlich verbunden mit vorher nie erlebten Ausschüttungen. Es ist ja längst nicht so, dass unser Gehirn nicht zwischen Sein und Schein differenzieren könnte – schließlich ist es ja um einiges intelligenter als der kleine Rest von Daten die unser Bewusstsein bilden. Doch muss es den Unterschied irgendwann auch erfahren um ihn als erstrebenswert (an) zu (er) kennen, und hier besteht eine gigantische Bildungslücke.

Es zählt nur die Intelligenz der Werte (Einschätzung). Wir erlangen umso mehr davon, in je mehr Anderem wir uns (wieder)erkennen. Daraus leitet sich das Ausmaß des Selbstbewusstseins (nicht zu verwechseln mit Geltungsdrang) ab, und es hat wenig bis gar nichts mit einer IQ-Zahl zu tun, aber sehr viel mit Lebendigkeit.

Technisch sehe ich kein Problem, menschlich auch nicht. Aber menschlich zu werden bedeutet, die Entwicklung nicht mit dem “Ichbewusstsein” einzustellen. Je verfahrener die Situation, umso älter – und leider auch dümmer – die “Notfallprogramme”. Die Wettkampfgesellschaft ist ein künstlich erzeugtes Dauernotfallprogramm das zunehmend extremer wird. Und alles was wir verändern, verändert uns, daher: Stress, Ungerechtigkeit, Angst, Neid, Gier, Psychosen – und Schlachthäuser. Ja, es ist ein Mangel an (Mit)Gefühl, denn in unseren Entscheidungen zählt letztlich nur, was unser Belohnungssystem gewichtet. Objektivität gibt es so gesehen nicht, denn auch Denken besteht aus einer linearen Abfolge vieler kleiner Einzelentscheidungen.

Daher zählt nur die Intelligenz der Werte (Einschätzung). Wir erlangen umso mehr davon, in je mehr Anderem wir uns (wieder)erkennen. Daraus leitet sich das Ausmaß des Selbstbewusstseins (nicht zu verwechseln mit Geltungsdrang) ab, und es hat wenig bis gar nichts mit einer IQ-Zahl zu tun, aber sehr viel mit Lebendigkeit.

Jan
08

Gab es irgendwann in Deinem Leben einen Moment, in dem Du inne hieltst und voll und ganz von dem Gedanken erfüllt warst, wie großartig es ist, ein Mensch zu sein?

Um herauszufinden was uns nachhaltig erfüllt und das Richtige dafür zu tun, haben wir einen “Sinn”, dem wir aber nicht mehr folgen. Da stehen zu viele “Ja Abers” im Weg. Mensch muss dazu wieder sehen lernen. Wissen alleine hat nämlich noch keine Bedeutung. Wachstum ist nicht in jedem Fall verkehrt – es kommt immer darauf an, was wir steigern wollen. Mehr Genuss kann ich auch mit weniger Ressourcenaufwand haben, auch mehr Zufriedenheit, Liebe und Glück. Füllen ist hingegen was für Hohlräume… Wer ein reiches Innenleben hat, kennt den Unterschied zwischen Frotzelei und Erfüllung, zwischen Schein und Sein.

Man war und wird es immer (gewesen) sein, ein Teil von einem unvorstellbar großen, mit unvorstellbaren Entwicklungspotentialen ausgestatteten Ganzen, dessen erlangbare Komplexität auf Grund der Einfachheit seines grundlegenden Wirkprinzips nach oben offen zu sein scheint. So kennen wir auch die oberen Grenzen von Intelligenz nicht, so dass wir uns fälschlicherweise schon jetzt für dort angelangt zu halten scheinen. Dabei reizen wir nicht mal die Potentiale aus die wir haben, und jeder Einzeller führt ein nachhaltigeres Dasein als wir.

Wir sind um ein Vielfaches mehr als das, was uns bewusst ist. Die innere Spielwiese zu erforschen, immer mehr davon ins Bewusstsein zu holen und sich daran zu entwickeln ist eine Lebensaufgabe. Wer weiß was ihn alle(s) ausmacht, weiß auch was er will und findet zu einem erfüllten Leben ohne Maßlosigkeit und Zerstörung. Wenn wir von etwas nie genug kriegen, ist die Erfüllung da nicht drin. Aber wir haben diese materielle Wachstumsstrategie “erlernt” und wenden dieselben darauf abgestimmten Routinen immer weiter an, weil wir nichts anderes kennen, da unser Vorstellungsvermögen vor lauter “Wissen” kaum noch Volumen hat um die überholte Strategie zu über- und eine neue zu erdenken. Doch sowohl ein ausgeprägtes, eigenständiges (und daher kritisches, hinterfragendes) Selbstbewusstsein, als auch Glück und Zufriedenheit sind keine guten “Wirtschafts”motoren. Satte Menschen lassen sich nicht instrumentalisieren, daher muss man dafür sorgen, dass sie immer hungrig bleiben. Das gelingt am besten, wenn sie zugemüllt von lauter Kaufreizen gar nicht erst herausfinden, wer sie eigentlich sind, sondern sich nur noch durch vorgemachte Pseudowerte definieren lassen. Lösungen sind zumindest von dem Standpunkt aus gar nicht erwünscht.

Das genau genommen heute in hohem Maße unwirtschaftliche (gemessen an echten Werten) „Wesen Wirtschaft“ hat andere Menschen aus uns gemacht. Altruismus, Liebe, Vertrauen und all das, was uns zu interaktiven sozialen und wertereichen Gruppen schweißte, wurde durch den wachsenden Hunger des Wesens zum existentiellen Nachteil. Es wollte schneller und mehr gefüttert werden, und vereinnahmte nahezu den ganzen Menschen. Zum Hinterfragen blieb dem Einzelnen immer weniger Zeit. Sein Gewissen hätte den Verarbeitungsaufwand nur erhöht, und das Wesen Wirtschaft ihn dafür schnell durch einen neuen Füllautomaten ersetzt. Wir entwickelten und brauchen diese uns zur Besinnung bringenden Wesenszüge jedoch um zu überleben! Wenn sie aus der Wertung fallen, bleiben nur noch die primären Triebe übrig, um die Werte vorzugeben, mit denen wir unsere Entscheidungen gewichten. Da deren Gier, die nur durch äußere Umstände oder emotional-sozial begrenzbar ist, niemals zu einem „Genug“ finden kann, passen wir nicht mehr in die Lebensumgebung. Das ist eine reale, gegen uns gerichtete Bedrohung, die wir nur selbst besiegen können. “Sich selbst zu bekriegen ist der größte Krieg, sich selbst zu besiegen, der größte Sieg” klingen mir grade die Worte meiner Großmutter im Ohr.

Wir wissen zu wenig über die globalen Zusammenhänge, als dass wir alle relevanten Werte “rational” abhandeln und in unsere Rechnungen einbeziehen könnten. Da Werte bereits in unserem Fühlen falsch gewichtet werden, ist unser ganzes Denken ohnedies verzerrt. Die Relevanzen die unser Bewusstsein erreichen sind nicht mehr umgebungsangemessen. Geld höher zu gewichten als das Wohl anderer, der Umwelt und des Klimas ist gelinde gesagt sehr kurz gedacht und selbst von der erkennbaren Realität ein gutes Stück weg.

Es ist höchste Zeit zu erkennen, dass wir schwere Schulden gemacht haben und sofort damit aufhören müssen. Ich meine nicht in Geld, sondern was wir der Natur gewaltsam abtrotzten oder für uns abtrotzen ließen. Die Natur gab uns was wir ihr entrissen, weil sie es uns nicht verweigern konnte. Daher sehen wir vielleicht nicht ein, was für ein Gewaltakt die Art unserer Entnehmungen sind, da wir Gewalt mit der Überwindung des Willens eines Anderen assoziieren. Die Natur muss nicht zornig werden, um uns die Herausgabe dessen in Zukunft nicht mehr gestatten zu können, was durch unsere eigene Unbedachtheit schlicht nicht mehr da sein wird.

Ausgebeutete, gequälte und dem Tode geweihte Lebewesen die wir aus “Jux und Tollerei” versklaven (quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz!), haben uns keine vergleichbaren Bosheiten entgegenzusetzen. Das alleine reichte, jedwede Hemmung zu verlieren, ihnen Übelstes anzutun. Auch wenn sie nicht explizit das Wort “nein” dazu sagen können, ist es trotzdem brutalste Gewalt die wir legal und als eine der “normalsten” Sachen der Welt ausüben, noch dazu gegen Wehrlose und ihre grundlegendsten eigenen Bedürfnisse. Wenn wir die Bedürfnisse dieser Wesen schon ignorieren und uns darüber hinwegsetzen, was widerfährt dann erst den unseren?

Die Fortführung des erreichten Ausmaßes an Zerstörung ist lediglich dann weiterhin möglich, wenn Menschen – Du und ich – sich weiterhin nur von den Fäden reiner, von der Umgebung aufgesetzter, Gewohnheiten ziehen lassen. Damit sind wir nichts anderes als die billige Kopie eines von außen implementierten Massenstrebens nach schneller Botenstoffstimulation, aber eines ganz sicher nicht – Individuen. Modediktat, Schminkvorschriften, sich Zerstörerisches, Abgetrotztes, durch Unterdrückung und Ausbeutung Herausgezwungenes als “gesund” und “notwendig” verkaufen zu lassen degradiert uns auf die Bedeutungsstufe von Ameisen, die wir für dumme Automaten halten, da sie wie Teile eines Programms schnurstracks einer Duftspur folgen. Doch wie sie sich den Duft dem sie folgen, lassen wir uns die Marken Dritter ins Gehirn brennen, um genau das zu tun was die von uns wollen und kopieren deren Fehler und Untaten millionen- und milliardenfach mit ebensolcher Wirkung. Nur dadurch – nicht durch vorausgeplante Verschwörung – konnten sich solche destruktiven Mächte überhaupt kumulieren. “Mensch, hüte Dich vor Deinen Wünschen, denn Du hast keinen Feind außer diesen.”

Es ist alles nur eine Rechnung. Und es wäre ein fataler Fehler, sie ohne Gefühle zu machen, in ihrer vollen Bandbreite (Gruppierung von Gehirnen). Diese gehören mit in die Überlebensrechnung – und nicht als Freizeitvergnügen ausgelagert. Gefühle sind kein Selbstzweck, sie sind Information und Indikator. Ein Job bei dem sich einer nicht wohlfühlt, kann keine Aufgabe für diesen Menschen sein. Die Rechnung des Gehirns geht immer in Richtung Wohlbefindenssteigerung. Da kann sehr viel drin sein (das Wohl der ganzen Welt), oder wenig (Pflicht- oder Zwangsgefühl, persönliche Gier), doch leiten sich daraus in jedem Fall Haltung und Methodik ab. Überleben ist eine Frage der emotionalen (und damit automatisch auch kognitiven) Bewegtheit und nicht dessen, was wir wissen oder können. Im Gegenteil, letzteres kann uns sehr schnell zum Verhängnis werden, wenn es uns dabei um das Falsche geht.

Zukunft ist denkbar. Auf 2010.

Jan
01

Neues Jahr, neue Vorsätze, neue Ideen, neue Hoffnungen, neue Träume, neues Fühlen, neues Denken, neue Orientierung, große Ziele – auf ein nachhaltiges 2010

Nov
04

Jeder Burger(!) kostet 50 Quadratmeter Land, in den letzten 30 Jahren wurden 80% der Regenwälder vernichtet:
http://www.roh-vegan.de/artikel/fleisch%20zerstoert%20die%20welt.htm

Nachhaltigkeit ist deswegen ein Thema, weil die “westliche” Lebensweise (den Rattenschwanz an Verhaltensweisen darfst Du Dir denken) keinen langen Fortbestand mehr verheißt, jedenfalls nicht der Welt wie wir sie heute kennen. Nur eine nachhaltige Lebensweise ist nachhaltig, also eine deutlich andere als die übliche heute. Man kann auch schwer einräumen, dass das noch Privatsache ist, da alle die Folgen tragen müssen, auch die, die bereit sind alles zu tun, um zu retten was noch übrig ist. Auch sie (speziell sensitive Menschen) zu übergehen ist eine Form von Ungerechtigkeit, und war noch nie besonders klug. Das süße Geheimnis menschlicher Intelligenz ist die Wertesteigerung durch gehirnübergreifende Vernetzung. Ausschluss reduziert entscheidungsrelevante Werte hingegen, und ja, das hat was damit zu tun, dass in der Summe die hinten rauskommt, dann was fehlt – Werte nämlich.

Auch was wir nur unscharf wahrnehmen (Intuition / Gefühle) funktioniert nach einer nachvollziehbaren Logik. Die Westlichen lächeln ja gerne über Naturvölker und ihre Weltbilder und Rituale die sie von Generation zu Generation weiterreichen. Die sind immerhin noch nachhaltigkeitstauglich, was man von unserem Weltbild nicht behaupten kann. Die Flexibilität des menschlichen Gehirns hat auch ihre Schattenseiten. Menschen können von Grund auf falsch programmiert sein und würden es nicht einmal merken aus dem einzigen Grund, weil alle die gleichen falschen Werte haben. Dann halten sie die nämlich für richtig, und darin liegt die größte Gefahr – der Wahnsinn wird zur Normalität, und nur eine Minderheit sieht es.

Die pharmazeutische Industrie hält mit Hilfe der Fleisch- und Milchindustrie Millionen Blutdruckkranke in ihren Fängen. Bei erschreckend vielen westlichen Menschen geht es etwa ab Mitte 50 los, und sie sind dann für den Rest ihres Lebens von Tabletten abhängig, um ihren Blutdruck auf verträglichem Niveau zu halten. Wir halten das für völlig normal, doch das muss so gar nicht sein.

Hände, Farbsehen, die Unfähigkeit Vitamin C zu synthetisieren, erhöhte Entzüdungsneigung, eine erhöhte Belastung von Nieren, Herz- und Kreislauf bei fleischlicher Kost, sind Indiziden dafür, dass die Pflanzenkost unsere native Ernährungsform darstellt, auch wenn der Körper gelernt hat, Tierisches zu verwerten – wenn er denn muss. Was uns in der Vergangenheit vielleicht das Überleben rettete – wirkt sich heute umgekehrt aus. Wir können ohne, und das ist der springende Punkt. Es bedeutet eine Umstellung, keine Einschränkung (zumal die Produktvielfalt sehr schnell anwachsen wird), die für die nächste Generation schon ganz normal sein wird, so wie für uns heute das Gegenteil. Das menschliche Gehirn ist ein fantastisches Organ und ungeheuer flexibel. Sogar wenn es bereits für ein bestimmtes Leben geprägt ist, ist ein Neuanfang immer noch drin.

Technologien werden unsere Probleme nicht lösen, weil deren Ursache unsere Haltung ist. So lange sich die Haltung nicht ändert, werden neue Technologien die Lage nur noch verschlimmern, selbst wenn die Absichten dahinter erst mal gut sind. Die Politik wird das nicht einfach so richten, die Wirtschaft 1.0 kann es nicht wollen, weil es ihr nur auf Profit ankommt, und sie dabei völlig verlernt hat nach links und rechts zu schauen, wo all das liegen bleibt, was sie mit ihren Scheuklappen übersieht. Profitdenken steht in evolutionärer Konkurrenz zur Natur höchstselbst. Klar, alles was es vernichtet, muss “ersetzt” (am liebsten sogar schon vorher, um den Prozess zu beschleunigen) werden (z.b. müssen Bauern gentechnisch veränderten Samen jedes Jahr neu kaufen), das bringt Macht und Geld – und das bedeutet spätestens zum Ende der natürlichen Ressourcen die totale Abhängigkeit aller Menschen von niemals satten Produzenten, oder Tod, wenn sie kein Geld haben. Davon sind heute schon Zigtausende pro Tag betroffen, Tendenz steigend.

Was manche für eine große Verschwörung halten ist wohl eher nichts weiter als der Effekt menschlicher emotionaler Beschränktheit. Wir können noch so viel wissen. Wenn uns kalt lässt, was wir damit anrichten, bringt es uns nirgends hin. Wem Nachhaltigkeit ein echtes und tiefes Anliegen ist, isst grün, weil er es als folgerichtig erkennt, und dann gar nicht mehr anders kann.

Die Ethik der meisten Veganer wird von Mitgefühl getragen, und dafür bewundere ich sie (mein Motiv war nicht so edel, ich lebe nur lieber mit ungereizter Haut – alleine wie sich das auf meinen Schlaf auswirkte ist unbezahlbar – ohne Gewichtsprobleme – und ach ja, nachhaltig, und das ist für mich untrennbar mit Gerechtigkeit und Vermeidung unnötigen Leidens verbunden). Es sind sehr bewegte und ausgeprägte Persönlichkeiten. Allerdings gibt es auch welche unter ihnen die Menschen nicht mehr besonders mögen (für das, was sie anderen Lebewesen antun), was zwar verständlich, aber auch bedauerlich ist. Wer Tiere liebt, sollte auch Menschen lieben, denn in ihnen drin steckt ja ein ganzer Tiergarten, der es vielfach einfach nicht besser weiß. Die bloße zur Kenntnisbringung von Fakten ist nicht geeignet menschliches Verhalten zu ändern, denn auch sie berücksichtigen in ihren Entscheidungen nur, was das Belohnungszentrum stimuliert. Was sie so tief berührt, dass es in ihnen drin einen Wert (neu) setzen darf, können andere nicht für sie bestimmen.

Live long & prosper ;-)

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