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Mittwoch, August 25, 2010 - 18:31

Es hat seit wir begannen über das Leben nachzudenken, immer schon Menschen gegeben die dasselbe an, in und um uns wie wir entdeckten. Nur beschreiben mussten sie es anders. Sie hatten ja noch keine Wissenschaftler die ihnen erklärten wie die Welt funktioniert. Der einzige Weg sich mittzuteilen war auf das worauf sie erkannten, Sinnbilder zu verbalisieren. Die mögen uns heute faktisch falsch vorkommen - gemessen an Worten. Doch gilt das deswegen auch für die Werte? Ich halte diese Sichtweise mittlerweile für einen Irrtum. Schon daher weil die Art und Weise wie wir die Welt sahen bevor wir sie mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen konnten, ungeheuer viel über unsere Funktionalität, unsere Schwachstellen, und unsere Fähigkeiten aussagt (nichts davon hat sich zwischenzeitlich geändert, sondern nur wie wir uns betrachten).

Emotionale Intelligenz ist bereits seit den Achzigern ein Schlagwort. Kapiert hatte ich bis vor ein paar Jahren kaum was davon, außer welche Antworten ich ankreuzen musste (sie waren - beschönigt) um im Selbsttest mit der höchsten Punktezahl dazustehen. Das ist das typische Vorgehen unserer Ära, es zwar irgendwie wissen, aber nicht anzuwenden, und aus eben diesem Grund gar nicht realisieren können, dass die Methoden mit denen wir nach Wohlbefindenssteigerung streben weder erfüllend noch nachhaltig sind.

Dabei spart uns die Umgebungsbedingungen umfassend emotional erfasst zu haben einen riesigen Verarbeitungsaufwand (die Prüfung von allem was wir tun könnte aus einem einzigen Prinzip abgeleitet werden). Wenn wir schon adäquat fühlen, dann ist jeder unserer Gedanken bereits emotional/sozial geprüft. Selbst-verständlich fallen unter diesen Bedingungen zu treffende Entscheiden anders aus, und das wirkt sich auf die Gestaltung all dessen aus was wir fabrizieren.

Eine verbesserte Ausbildung unseres Empfindens (Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, individuelle Berücksichtigung unserer Fähigkeiten, Motivation statt Disziplin...) würde auch dem Umstand gerecht, dass was wir an Daten über den Verstand aufnehmen können nun mal von Durchsatz und Zeit begrenzt ist. Es kann für den Einzelnen nicht mehr darauf ankommen alles zu wissen. Trotzdem(!) muss er ihm irgendwie entsprechen (Nachhaltigkeit betrifft alle Aspekte des [Über]Lebens). Entscheidend ist - nach wie vor - nur, dass der Mensch bei seinen Entscheidungen die zukunftsfähige Mitte trifft. Müssen wir das Ganze erst als Rechenaufgabe begreifen, damit wir es umsetzen können? - Es IST eine, die größte und herausforderndste vor der wir jemals standen. Jetzt ist echt nicht die Zeit wie gelähmt vor den Gegnern von Klima- Umwelt- und Tierschutzzielen zu erzittern. Es geht hier um uns, nicht um Wirtschaft - nebenbei, war die nicht irgendwann mal FÜR das Überleben gut? Vielleicht sind es derzeit einfach nur zu wenig Gehirne die an unseren Geschicken mitrechnen. Nichtsdestotrotz müsste deren Output irgendwie zusammengeführt und intelligent ausgewertet werden. Darin sehe ich die Aufgabe künftiger KI-Systeme. Die Summe allen Wissens in einem System. Moment mal...

Wen das alles nicht in Erstaunen versetzen kann, wer davon nicht fasziniert ist, von dem frage ich mich ernsthaft, ob er wirklich schon "genug" gesehen hat? Oder ist er einfach nur damit überfordert, nicht genug kriegen zu können? - Schlechter Tausch.

Für die zukünftige Realität macht jeder Tag den wir's noch aussitzen einen Unterschied. Visionen (Fantasie) schaffen neue Fakten. Bequemgebogener "Realismus" ("finale" Konklusionen die nur auf Teilkenntnissen basieren können) hält uns nur am Boden, auf dem wir bald liegen werden wenn wir uns nicht schnell genug davon abheben.

Mittwoch, August 25, 2010 - 15:43

http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.c...

"das sind doch nur ein paar Tauben" hätte ich vor ein paar Jahren noch gedacht. Das Ereignis wäre mir zu "klein" gewesen, um es überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Seitdem ist viel passiert.

Mal ganz ehrlich - - - Leben wir wirklich in Frieden? - Mit uns selbst, mit unserer Umgebung, der Natur? - Haben wir die Schlachtfelder nicht einfach nur weit genug weg von unserer Sinneswahrnehmung verlagert - in die rohstoffreichen Länder, die Pelzfarmen und Schlachthöfe dieser Welt?

Was unterscheidet die Gewaltanwender der Vergangenheit eigentlich von uns? - Sie setzten sich gegen deren Willen über das Wohl Anderer hinweg. Tun wir das mit unserer Lebensweise nicht nach wie vor, nur dass wir selbst das Blut nicht mehr fließen sehen? Kommt das Blutfließen deswegen ins Stocken? - Nein, stattdessen wird es immer noch mehr.

Diese Tauben wollen einfach nur (in Frieden!) mit den Ihren zusammenbleiben, so wie wir es auch mit unseren Lieben wollen.

Wie absurd eigentlich, Frieden feiern zu wollen indem man das Symbol dafür in den Überlebenskampf schickt...

Dienstag, August 24, 2010 - 16:15

Dass wir in letzter Zeit viel über "Werte" hören weist bereits begrifflich darauf hin dass wir es mit verarbeitungsfähigen Einheiten zu tun haben. Ihre Bedeutung für unsere persönliche und gesellschaftliche Entwicklung unterschätzen wir noch bei weitem. Werte sind die universelle Schnittstelle zwischen intelligenten Systemen, und der Schlüssel in unser Innerstes, in dem Worte nicht mehr die tragende Rolle spielen, sondern nur noch unser ureigenes Empfinden. Manche sahen darin sogar so etwas - eigentlich unvorstellbar - Großes wie ein "universelles Bewusstsein". Das ist doch zutiefst beeindruckend, nicht?

Seit der Mensch anfing über das Leben, das Universum und alles zu sinnieren, wehrten sich viele berechtigt dagegen, als etwas betrachtet zu werden, das nach nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeiten die man "gegen sie" verwenden könnte, „funktioniert“. Sie fühlten sich „entmenschlicht“, wenn nicht gar als etwas „Benutzbares“. Die Vorbehalte sich mit der eigenen "Funktionalität" auseinanderzusetzen konnten nicht verhindern, dass andere es taten (jedenfalls so weit sie sich davon einen Vorteil versprechen konnten). Sie führte genau zu dem, wovor sie sich fürchteten, instrumentalisiert, ja vereinnahmt zu werden, indem sie sich für materiellen "Wohlstand" (der natürlich nie erreicht werden darf) bis in die letzten Sehnsuchtsnischen von Dritten markieren lassen und genau das tun, was die von ihnen wollen.

Nicht die Anerkennung von Funktionalität war das Problem, sondern was wir nur allzu vorschnell aus dem Bisschen das wir wissen folgern und wie wir darauf dann reagieren. Resignierend nämlich, als wären nun sämtliche einst "magischen" Kräfte und Fähigkeiten ausgeschaltet, weil wir „wissen“ ja jetzt wie das alles läuft in diesem Universum. - - - Komisch nur, dass wir dann so wenig daraus machen.

So könnten wir den Umgang mit unserem Gehirn wie eine bestimmte Maltechnik lernen, trotzdem wird jeder der sie dann beherrscht seine ganz eigenen Bilder daraus malen. Mehr noch, wir können auf Basis dieses Wissens nicht nur die erlernte Maltechnik weiter verfeinern, sondern wenn wir verstanden haben worum es geht (in diesem Fall Bilder zu malen) daran orientiert eine neue Technik entwickeln und Resultate erzeugen, die uns noch besser entsprechen als alles vorherige. - Wir können so viel, wenn - - - ja wenn wir uns nicht selbst begrenzen (lassen).

Worte werden der Wahrheit nicht gerecht. Nur wenn Taten daraus folgen können wir das bewerkstelligen (oder vereiteln). Und je größer unsere Vorstellungen sind, zu umso weitreichenderen Taten sind wir fähig. Ob hierbei die Fantasie unseren Vorstellungsraum bediente oder „nackte Tatsachen“ ist spätestens im Ergebnis nicht mehr von Bedeutung.

Bewusst „zu funktionieren“ ist die wohl größte Chance die je ein Lebewesen auf diesem Planeten hatte. Je besser wir uns(er Gehirn) verstehen, desto schöner werden die Harmonien sein, die wir damit spielen können. Was wir alles leisten können, ist immer noch ein Wunder. Viel zu schade darum, es achtlos zu verkaufen oder sich davon disqualifiziert zu fühlen wie andere die Welt sehen. So anders wie wir glauben ist das nämlich meistens gar nicht.