Jan
15

Gestern bewegte eine Schlagzeile die Gemüter der Tierschützer und Tierversuchsgegner. 29 Schweine sollten Wissenschaftlern Aufschluss über die Umstände des Todes eines Verschütteten in einer Lawine verschaffen (weil wir ja nicht wissen, dass Verschüttete ersticken oder erfrieren könnten). Mehr Informationen bei Pig-Vision.

Kommentar

Aha – die neun Schweine sind also umsonst gestorben – räumen sie ja selber ein. Wie ist es dann zu rechtfertigen, NOCH MEHR Schweine umsonst sterben zu lassen? – Wenn das Wissen das die Wissenschaft angeblich generiert dazu führt, dass sie eine derartige Gewaltbereitschaft gegen wie wir(!) fühlende Lebewesen entwickelt, kann dieses Wissen nicht all zu viel wert sein. Wer, wenn nicht jene an der Quelle neuer Erkenntnisse sollte um den Wert des Lebens wissen? Wenn was die Wissenschaft erschließt und uns lehrt von Grausamkeiten und Ignoranz durchzogen ist, wie sollen wir die dann je überwinden können?

Es geht auch ohne Tierversuche.

Teilen:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • BlinkList
  • Identi.ca
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Ping.fm
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Webnews.de
  • Wikio
  • Yigg
  • Twitter

Tags: , ,

3 Kommentare

  • Comment by Mausflaus
    Januar 16th, 2010 at 08:05

    ich fänds okay wenn die Schweine hinterher normal verwertet werden würden. ich mein; wie viele Tiere werden täglich für die Fleischindustrie getötet? 20.000? 30.000? da kann man sie vorher auch betäuben und in den schnee stecken ist wahrscheinlich sogar noch ein “angenehmerer” Tod als im Schlachthof

  • Comment by Sepp
    Januar 16th, 2010 at 09:28

    Mausflaus – Hirn einschalten, versuchen zu denken und dann schreiben!
    Hier geht’s vorrangig nicht darum, dass Tiere getötet werden; hier geht’s zuvorderst darum, WIE diese Tiere getötet werden; wenn man auch nur einen Funken Ethik in seinem Matschhirn hat, dann müsste man verstanden haben, dass diese Tiere zu Tode gequält werden hätten sollen und das absolut inakzeptabel ist…

  • Comment by Gabriele
    Januar 16th, 2010 at 10:19

    Konrad Lorenz, österreichischer Verhaltensforscher, hat sich auf seine Tiere eingelassen um ihre “Funktionalität” zu erleben, das war noch Forschung aus Begeisterung und Liebe, nicht aus Berechnung. Für mich ist enttäuschend, dass die Wissenschaft, deren Fan ich bin seit ich denken kann, das Leben in Laboren und Versuchsanordnungen derart mit Füßen tritt. Das sind genau jene Leute, die uns dann erklären, wie das Leben funktioniert – nachdem sie es seziert haben.

    Meines Erachtens trifft in jedem Einzelfall eines von beiden zu:
    1. Die Versuchstiere unterscheiden sich zu sehr von uns, und die Rückschlüsse sind daher unzuverlässig.
    2. Die Versuchstiere sind uns derart ähnlich, dass die Erkenntnisse auf Menschen übertragbar sind, und das Hinzufügen von Schmerzen, Leid und Tod daher moralisch unvertretbar ist.

    Das soll zum Wohle des Menschen sein? – Nicht mal dann, wenn man physisches Funktionieren schon als Wohl betrachtet, und mehr haben sie uns nicht gelassen. Zunehmende Verrohung – und das muss es ja sein, wenn immer mehr Tiere für unsere “Interessen” geopfert werden – ist kein Fortschritt. Die Art und Weise wie wir das Leben anderer Kreaturen wertschätzen reflektiert auf die Art und Weise wie wir das anderer Menschen und unser eigenes Leben bewerten.

    Ich freue mich übrigens auch über jene, die gegen den Lawinenversuch stimmten und trotzdem (noch) Schweine essen. Man mag dies für Doppelmoral halten, andererseits ist eine solche Gelegenheit nicht selten auch ein Einsteig, sein eigenes Verhalten jenen Wesen gegenüber, die man da – vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben – bedauert, zu überdenken.

Kommentieren

XHTML: Du kannst die folgenden Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Comment Spam Protection by WP-SpamFree