Geld entwertet alles, beziffert die einen Aspekte des Lebens unrealistisch, lässt die Unbezifferbaren durch den Rost fallen, nährt Schmarotzer, die nichts leisten, sondern nur noch Geld “machen”, indem sie andere enteignen. Status ist reiner Selbstzweck geworden, der völlig losgelöst von der Bedeutung eines Menschen für das Wohl anderer abgebildet werden kann.
Wir können so nicht weitermachen. Aber wen von denen, die über die Köpfe vieler hinweg entscheiden, interessiert das? – Fast möchte man den Eindruck gewinnen, sie denken nur an Sklavenplätze um Menschen zu “versorgen”, die sonst zu viel Zeit hätten nachzudenken, und die Interessen derer die immer noch nicht “genug” Geld haben. Als gäbe es das je!
Materielle Belohnung zerstört den natürlichen Altruismus. Das Geldsystem hat ihn ersetzt, erreicht jedoch nicht annähernd dessen umfassende Komplexität, scheitert daher an der Vielwertigkeit selbiger. Durch (Über)Regulierung wird nur noch alles komplizierter, die Entsprechung kann damit nur noch schlechter gelingen.
Nachdem ich den Film Earthlings ein Stück weit (hielt ihn nicht durch) gesehen hatte, weinte ich mich leer und war dann erst einmal fertig mit der Monster- ähm Menschenwelt… Kein Horrorfilm der je gedreht wurde, reicht an die reale Brutalität und Grausamkeit die da tagtäglich stattfindet heran. Niemand, der noch so etwas wie ein menschliches Herz hat, kann das wollen, trotzdem unterstützen die meisten von ihnen aus purer Gewohnheit unvorstellbare Grausamkeiten und Leiden. Ignoranz ist (dasselbe wie) Dummheit. Durch Duldung und billigende Inkaufnahme können wir selbst das nicht überwinden, was wir bereits als falsch erkannt haben.








Oktober 16th, 2009 at 05:13
Ich hoffe du verträgst auch negative Kritik: lass dich bitte nicht allzusehr von irgendwelchen Pseudo-dokus dein Gehirn waschen.
Oktober 16th, 2009 at 09:48
Jetzt bin ich aber froh – alles nur gefaked – mit Photoshop?…
Diese Doku ist nur ein Steinchen von vielen. Ein Kind das Tiere quält oder tötet gilt als verhaltensgestört und zur Brutalität neigend. Für mich ist die Massenausbeutung und Massentötung von Tieren nicht “normal”, auch wenn es nicht immer und überall so zugehen mag, wie in diesem Film beschrieben. Das war sie für mich schon nicht, bevor ich mir diesen Film ansah. Barbarei aus Gewohnheit ist immer noch Barbarei, und in vieler Hinsicht schädlich für uns.
Jeder muss selbst wissen, wofür er sich entscheidet. Wer sich verunsichern lassen will, findet “Informationen” die das bewerkstelligen, wer Bestätigung sucht, findet davon auch genug. Als Vegetarier oder Veganer hat man kein Problem, man wird es – für seine Umgebung. Die Vehemenz mit der die Alles(zuviel)esserei als einzig richtig verteidigt wird (mit den üblichen Argumenten die bei genauerer Betrachtung nicht haltbar sind) ist erstaunlich, aber auch verständlich. Wenn (fast) alle die gleichen Fehler machen, empfinden wir sie als richtig, und wer uns im Glauben daran verunsichert, indem er einen anderen Weg aufzeigt, macht sich nicht eben beliebt damit.
PS: Hier der Daseinsverlauf eines ganz normalen österreichischen Mastschweins: http://www.pig-vision.com/2009/10/16/oesterreicherinnen-haben-schweine-zum-fressen-gern/