Jan
17

Die Wahrheit ist das einzig wirklich Bestandhafte. Sie zu erlangen aber gerne schmerzhaft und immer von der Unsicherheit begleitet, dass die nächste vorstellige Erkenntnis geeignet ist, den bisherigen Wissensstand in Frage zu stellen oder gar in seiner Bedeutung umzukehren. Hat man den Mut, sich dem zu stellen, akzeptiert man die Wirklichkeit leichter und richtet sein Weltbild, seine Haltung und sein Handeln an dem aus, was sich erweist.

Wie können Sachen wichtiger geworden sein als wir? Sind die Sachen nicht für uns? Wieso stehen wir dann in evolutionärer Konkurrenz mit ihnen? Früher haben Unternehmer noch was geschaffen. Heute planen sie das Abgrasen vor, sähen systematisch Werbung und ernten dafür Geld. Um die Rückführung von Potentialen kümmern sie sich nicht. Ein so behandelter Boden regeneriert sich immer schlechter und laugt schließlich aus bis alles an ihm stirbt.

Der Süchtige würde auch kurzsichtig agieren, zum Beispiel sein Haus verpfänden. Fängt er sich doch wieder, kann er sich vielleicht ein neues bauen. Diese Erde, unser aller Zuhause, gibt es aber nur ein Mal. Wir sind die Reflexion unserer Umgebung, auf diese und keine andere abgestimmt und angewiesen. Die linearen Ketten (jeder verfolgt sein eigenes *Ziel*) sind halt viele – und lang, und auch wenn wir Aspekte linear nur isoliert betrachten können, hängen sie dennoch alle zusammen, so dass letztlich jeder auf jeden wirkt.

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